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Allgemein

Meine Indienreise — Teil 2

Hampi

Meine Indienreise — Teil 2

12 Juni 2019

yogiveda

Letz­te Woche habe ich dir vom Beginn mei­ner Rei­se erzählt. Heu­te gibt es, wie ver­spro­chen, den zwei­ten Teil mei­ner Indi­en­rei­se. Wenn du den Arti­kel von letz­ter Woche noch nicht gele­sen hast, kannst du das hier nach­ho­len:  Mei­ne Indi­en­rei­se — Teil 1.


Unsere Reiseroute

Hampi

Nach 12 Stun­den Nacht­bus­fahrt sind wir in Ham­pi ange­kom­men. Von Ham­pi hört man wahn­sin­nig viel und eigent­lich ist jeder, der dort war, unglaub­lich begeis­tert von die­sem magi­schen Ort. Aber ich glau­be man muss es selbst mit eige­nen Augen gese­hen und die Magie gespürt haben, um die­se Begeis­te­rung nach­voll­zie­hen zu kön­nen. Ham­pi hat ca. 3.000 Ein­woh­ner und liegt direkt an einem Fluss. Es gibt unzäh­li­ge Tem­pel und Rui­nen, die auf 26 qkm ver­teilt sind. Auch für Yoga — Lieb­ha­ber und Boul­der Fans ist Ham­pi der per­fek­te Ort. Wir hat­ten 4 wun­der­schö­ne Tage an denen wir im Fluss geba­det haben, eine gro­ße Tem­pel­tour und eine Rol­ler­tour durch die Reis­fel­der gemacht haben. Nach 4 Tagen Ham­pi ging es für uns wei­ter nach Mys­o­re. 


Hampi - ein magischer Ort

Ham­pi — ein magi­scher Ort


Mysore

Mys­o­re ist die Yoga Haupt­stadt im Süden von Indi­en. Jähr­lich kom­men vie­le Yoga-Fans hier­her, um Ast­han­ga Yoga zu prak­ti­zie­ren oder um sich aus­bil­den zu las­sen. Denn Mys­o­re ist welt­weit bekannt für sei­ne Yoga Schu­len. Die Stadt wird auch die Stadt der Paläs­te genannt und ist vor allem bekannt für das UNESCO-Welt­kul­tur­er­be — den Mys­o­re Palace. Aber auch für den Han­del mit Sei­de und San­del­holz. Es gibt sehr vie­le tol­le Sehens­wür­dig­kei­ten, Paläs­te, Märk­te und Tem­pel. Daher lohnt sich ein Besuch auf jeden Fall auch für alle, die kein Yoga machen möch­ten. Ich habe mich aber tat­säch­lich beson­ders auf das Yoga in Mys­o­re gefreut und wäh­rend unse­rer Zeit dort meh­re­re unter­schied­li­che Yoga Klas­sen besucht.


Mysore Palast

Mys­o­re Palast


Bangalore

Der letz­ter Stop auf unse­rer Rei­se war Ban­ga­lo­re, die dritt­größ­te Stadt in Indi­en. Ban­ga­lo­re ist eine der fort­schritt­lichs­ten und moderns­ten Städ­te Indi­ens. Die 11,5 Mil­lio­nen gro­ße Ein­woh­ner-Stadt ist bekannt für sei­ne boo­men­de Bar‑, Restau­rant- und Shop­ping­sze­ne. Außer­dem liegt in Ban­ga­lo­re eins der wich­tigs­ten IT-Zen­tren von Indi­en. Ver­gli­chen mit den rest­li­chen gro­ßen indi­schen Städ­ten fühlt man sich in Tei­len von Ban­ga­lo­re ein biss­chen wie in Euro­pa. Es gibt eine aus­ge­präg­te Bier­kul­tur, zahl­lo­se Fast­food-Ket­ten, vie­le Pubs und teu­re Restau­rants. Bekann­te Sehens­wür­dig­kei­ten hat Ban­ga­lo­re nicht zu bie­ten, dafür aber vie­le vik­to­ria­ni­sche Bau­ten und schö­ne Parks wie zum Bei­spiel den Cub­bon Park. In Ban­ga­lo­re sind wir viel durch die Stra­ßen geschlen­dert und haben jede Men­ge Zeit in den hüb­schen Parks ver­bracht, um den hei­ßen Tem­pe­ra­tu­ren ein wenig zu ent­flie­hen. Nach fast 6 Mona­ten auf Rei­sen ging es von Ban­ga­lo­re Mit­te April zurück nach Deutsch­land.


Bangalore

Ban­ga­lo­re


Land & Leute

Indi­en ist ein bezau­bern­des Land, aber auch ein Land der Extre­me. Es zeich­net sich durch sei­ne uralten Tra­di­tio­nen, sei­ne pracht­vol­le Natur aus und beein­druckt durch sei­ne unglaub­li­che Viel­falt. Indi­en ist bekannt für  atem­be­rau­ben­de Land­schaf­ten, prunk­vol­len Tem­pel & Paläs­te und alten Forts. In Indi­en kann man sich immer auf eine Über­ra­schung gefasst machen. Beson­ders in gro­ßen Städ­ten sieht man viel Armut & Umwelt­ver­schmut­zung und es herrscht oft ein rie­si­ges Ver­kehrs­cha­os. Als Rei­sen­der ver­liebt man sich ent­we­der sofort in die­ses fas­zi­nie­ren­de Land oder man kommt nie wie­der. Bei mir war es ers­te­res.

Die Men­schen in Indi­en sind sehr offen und neu­gie­rig. Mir ist beson­ders in klei­ne­ren Städ­ten auf­ge­fal­len, wie viel stress­frei­er die Men­schen in Indi­en und wie viel mehr sie in Gesell­schaft leben. Sehr sel­ten sieht man Men­schen von A nach B het­zen. Sie neh­men sich Zeit und tun alles mit vol­ler Kon­zen­tra­ti­on. Auch bei den übli­chen Zug­ver­spä­tun­gen  in Indi­en, blei­ben die meis­ten Men­schen gelas­sen und gedul­dig und akzep­tie­ren, dass sie die Situa­ti­on nicht ver­än­dern kön­nen.


Menschen in Indien


Das Essen

Indi­en bie­tet eine unglaub­li­che Viel­falt an kuli­na­ri­schen Erleb­nis­sen. Ob an Stra­ßen­stän­den oder Restau­rants über­all kann köst­lich gespeist wer­den. Es gibt zahl­rei­che ver­schie­de­ne Gerich­te, vie­le unter­schied­li­che tra­di­tio­nel­len Zube­rei­tungs­for­men und Gewür­zen. Indi­en lebt von den vie­len unter­schied­li­chen Far­ben und Gerü­chen.

In Indi­en wird zu allen drei Mahl­zei­ten warm geges­sen. Auch Ayur­ve­da emp­fiehlt drei war­me Mahl­zei­ten, um das Ver­dau­ungs­feu­er zu stär­ken. Die Viel­falt der Gewür­ze trägt dazu bei, dass das Ver­dau­ungs­feu­er gestärkt wird. Das ein­zi­ge was für mich oft eine Her­aus­for­de­rung war, waren die schar­fen Gerich­te. Die Men­schen in Indi­en haben ein kom­plett ande­res Emp­fin­den für schar­fe Gewür­ze und Spei­sen. Daher kann eine Indi­en­rei­se für einen Pit­ta-Men­schen essen­tech­nisch manch­mal eine Her­aus­for­de­rung wer­den.

In Indi­en leben fast 40 % aller Inder vege­ta­risch. Städ­te, die an einem hei­li­gen See oder Fluss lie­gen, wie zum Bei­spiel Ris­hi­kesh und Push­ka, bie­ten aus­schließ­lich vege­ta­ri­sches Essen an. In hei­li­gen Städ­ten gibt es außer­dem ein Alko­hol­ver­bot und auch an Tou­ris­ten wird kein Alko­hol aus­ge­schenkt.


Thali Mittagessen in Mumbai

Tha­li Mit­tag­essen in Mum­bai


Ayurveda in Indien

Ayur­ve­da hat­te sei­nen Ursprung vor meh­re­ren tau­sen­den von Jah­ren in Indi­en. Mit der Unab­hän­gig­keit Indi­ens wur­de Ayur­ve­da wie­der staat­lich als Medi­zin­sys­tem aner­kannt. Mitt­ler­wei­le rei­sen immer mehr Tou­ris­ten nach Indi­en, um sich dort behan­deln zu las­sen. Im Ayur­ve­da wer­den haupt­säch­lich Heil­mit­tel aus der Natur genutzt, die vor allem zur Prä­ven­ti­on, aber auch zur Hei­lung von Beschwer­de und Krank­hei­ten ein­ge­setzt wer­den.

Vie­le Men­schen in Indi­en leben nach den ayur­ve­di­schen Prin­zi­pi­en, ohne das ihnen dies bewusst ist. Beson­ders in klei­ne­ren Städ­ten leben die Men­schen noch nach ihrer inne­ren Uhr und haben ihren fes­ten Tages­rhyth­mus. Auch die tra­di­tio­nel­le Zube­rei­tung der Mahl­zei­ten ent­spricht meist den ayur­ve­di­schen Emp­feh­lun­gen. Außer­dem wird in Indi­en haupt­säch­lich warm getrun­ken und geges­sen und auch die Zusam­men­stel­lung der meis­ten indi­schen Spei­sen ent­spre­chen den ayur­ve­di­schen Emp­feh­lun­gen.

Aber beson­ders bei jun­gen Men­schen in Indi­en wird Ayur­ve­da oft als etwas altes und sehr tra­di­tio­nel­les abge­tan. Man merkt beson­ders in gro­ßen Städ­ten, dass die indi­schen Jugend­li­che dem west­li­chen Lebens­stil nach­ei­fern.


Gewürze als Heilmittel


Fortbewegung

Wir haben uns vor­ab dazu ent­schie­den Indi­en mit Bus & Bahn zu erkun­den. Eine Zug­rei­se ist auf jeden Fall eine Erfah­rung wert und gleich­zei­tig lernt man so mehr über Land & Leu­te. Die Bahn ist in Indi­en das typi­sche Fort­be­we­gungs­mit­tel. Das Bahn- und Bus­netz ist sehr gut aus­ge­baut und man kann sich daher gut fort­be­we­gen. Auch für sehr lan­ge Stre­cken ist der Zug sehr beliebt, da es die güns­tigs­te Fort­be­we­gungs­mög­lich­keit ist. Wir haben im Nor­den unse­re Rei­se gestar­tet und im Süden been­det. Dem­nach haben wir über 3.000 km mit Bus, Zug, Tuk­Tuk und Taxi zurück­ge­legt.


14 Stunden Zugfahrt in Indien

14 Stun­den Zug­fahrt in Indi­en


Mein Fazit

Viel­leicht schlägt auch dein Herz schon län­ger für Indi­en? Ich habe mich auf jeden Fall direkt in die­ses unglaub­li­che Land in all sei­ner Viel­fäl­tig­keit, aber auch mit all sei­nen Schat­ten­sei­ten, ver­liebt. Wenn du irgend­wann die Mög­lich­keit hast in die­ses tol­le Land zu rei­sen — tue es! Es ist eine so unglaub­lich tol­le Erfah­rung und es gibt so viel zu sehen. Für mich steht fest, dass ich nächs­tes Jahr wie­der für ein paar Wochen zurück nach Indi­en rei­se und dann wei­ter den Nor­den erkun­den wer­de.

Falls du Fra­gen zu mei­ner Indi­en­rei­se hast oder selbst eine Rei­se planst und dazu fra­gen hast, kannst du mir sehr ger­ne eine Nach­richt schrei­ben.

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