Nahrung für den Geist - Die drei Gunas

Wenn du dich schon län­ger mit dem Ayur­ve­da beschäf­tigst, dann sind dir die drei kör­per­li­chen Doshas Vata, Pit­ta & Kapha bekannt. Aber hast du schon mal von Satt­va, Rajas und Tamas gehört? Neben den drei Kör­per­ty­pen gibt es näm­lich auch die drei geis­ti­gen Kon­sti­tu­ti­ons­typ Satt­va, Rajas & Tamas. Die kör­per­li­che und die geis­ti­ge Kon­sti­tu­ti­on sind eng mit­ein­an­der ver­bun­den und beein­flus­sen sich gegen­sei­tig. Denn im Ayur­ve­da gibt es kei­ne direk­te Tren­nung von Kör­per und Geist. Daher kön­nen sich kör­per­li­che Beschwer­den auch immer belas­tend auf den Geist aus­wir­ken und anders­rum. Umso wich­ti­ger ist es für unse­re Gesund­heit, dass wir uns nicht nur auf Vata, Pit­ta und Kapha kon­zen­trie­ren, son­dern, dass wir auch die men­ta­len Ener­gien mit berücksichtigen.

Die drei Gunas & die Ernährung

Und was haben dir die Gunas mit der Ernäh­rung zu tun? Ziem­lich viel. Denn nicht nur unse­re kör­per­li­che Kon­sti­tu­ti­on wird durch die Ernäh­rung beein­flusst, son­dern auch unse­re men­ta­le Kon­sti­tu­ti­on. Dei­ne Ernäh­rung trägt also einen gro­ßen Teil zu dei­ner men­ta­len Gesund­heit bei. Viel­leicht hast du auch schon mal gespürt, dass du dich nach bestimm­ten Lebens­mit­tel eher müde und trä­ge fühlst, man­che Spei­sen dir Ener­gie schen­ken und ande­re Lebens­mit­tel eine auf­wüh­len­de und anre­gen­de Wir­kung haben. Das liegt an den unter­schied­li­chen Ener­gien, die jedes Lebens­mit­tel mit sich bringt. Denn alle Nah­rungs­mit­tel haben ent­we­der eine satt­vi­sche, raja­si­sche oder tama­si­sche Ener­gie und wir­ken auf geis­ti­ger und kör­per­li­cher Ebene.

Sattva aus ayurvedischer Sicht

Satt­va steht für Klar­heit, Rein­heit, Hilfs­be­reit­schaft, Mit­ge­fühl und Har­mo­nie. Men­schen, die einen spi­ri­tu­el­len Weg ver­fol­gen, wäh­len häu­fig die satt­vi­sche Ernäh­rung. Satt­vi­sche Lebens­mit­tel sind leich­te und fri­sche Lebens­mit­tel. Sie haben eine posi­ti­ve Wir­kung auf unse­re Emo­tio­nen, unse­ren Geist und unse­re Stim­mung. Außer­dem stär­ken die­se Lebens­mit­tel unser Immun­sys­tem und för­dern Klar­heit und Rein­heit in Kör­per & Geist. Ein zu viel an Satt­va gibt es nicht. Daher liegt der Fokus immer auf der Stär­kung von Sattva.

Satt­vi­sche Nah­rungs­mit­tel sind zum Bei­spiel fri­sches und rei­fes Obst, Gemü­se, Mung­boh­nen, Nüs­se wie Man­deln, Milch, Ghee, Reis und Qui­noa. Hier fin­dest du ein Rezept für ein satt­vi­sches Dhal.

Stärke dein Sattva - Yogiveda Podcast

Stärke dein Sattva 

In die­ser Pod­cast­fol­ge gebe ich dir Tipps bezüg­li­cher der Ernäh­rung und der Lebens­wei­se, die dir hel­fen, dein Satt­va zu stärken.

Rajas aus ayurvedischer Sicht

Men­schen, die viel Rajas in sich haben, sind oft sehr ehr­gei­zig, aktiv und kom­men schwer zur Ruhe. Ihnen sind Aner­ken­nung und Sta­tus sehr wich­tig. Oft nei­gen sie zu Wut­aus­brü­chen und Aggres­sio­nen. Ein gewis­ser Anteil an Rajas ist jedoch not­wen­dig, da es die Akti­vi­tät för­dert. Beson­ders Kapha-Men­schen mit einem hohen Tamas Anteil füh­len sich oft trä­ge und antriebs­los. Sie brau­chen Rajas in Form von Bewe­gung und akti­vie­ren­den Lebens­mit­teln zum Aus­gleich. „Gute“ raja­si­sche Lebens­mit­tel sor­gen dafür, dass unser Stoff­wech­sel in Schwung kommt und unse­re Ver­dau­ung ange­kur­belt wird. Gene­rell haben raja­si­sche Lebens­mit­tel jedoch oft eine unru­hi­ge Wir­kung auf unse­ren Geist und unse­re Emotionen.

Raja­si­sche Nah­rungs­mit­tel sind zum Bei­spiel: che­misch ver­ar­bei­te­te Lebens­mit­tel, Kaf­fee, schwar­zer Tee, Zucker, Weiß­mehl, Ing­wer, Chi­li, Pfef­fer, Sauer­milch­pro­duk­te, Buch­wei­zen und Roggen.

Tamas aus ayurvedischer Sicht

Mensch, die von Tamas geprägt sind, füh­len sich häu­fig müde und antriebs­los. Sie trat­schen viel, sind faul und ihn fehlt oft der Ehr­geiz Din­ge zu Ende zu brin­gen. Zu viel Tamas kann auch zu Kri­mi­na­li­tät füh­ren. Ein gewis­ser Anteil an Tamas ist jedoch not­wen­dig, da es Sta­bi­li­tät und Ruhe för­dert. Beson­ders der ner­vö­se und unru­hi­ge Vata-Mensch benö­tigt ab und zu Tamas in From von erden­den Lebens­mit­teln und Schlaf, um zur Ruhe zu kommen.

Tama­si­sche Nah­rungs­mit­tel machen den Kör­per müde & trä­ge und schwä­chen unser Ver­dau­ungs­feu­er. Sie soll­ten daher so gut es geht ver­mie­den wer­den. Tama­si­sche Nah­rungs­mit­tel sind zum Bei­spiel schwe­re und fet­ti­ge Spei­sen, ver­dor­be­ne Spei­sen, Fleisch, Tief­kühl­kost, Kon­ser­ven, auf­ge­wärm­tes Essen, Alko­hol und ver­go­re­nes Essen.


HINWEIS: Um ein aus­ge­gli­che­nes Ver­hält­nis zwi­schen den drei Gunas zu schaf­fen, soll­te der satt­vi­sche Nah­rungs­mit­tel­an­teil unge­fähr bei 70 % lie­gen, der Anteil von raja­si­schen Nah­rungs­mit­teln bei 20 % und der Anteil von tama­si­schen Nah­rungs­mit­tel soll­ten nur bei 10 % liegen.


Happy Mind — Online Workshop

Erfah­re, wie dir die ayur­ve­di­sche Ernäh­rung dabei hilft, dei­ne men­ta­le Gesund­heit zu stär­ken und ler­ne, wie du bestimm­te Lebens­mit­tel nut­zen kannst, um dei­ne Psy­che zu stärken.