Die drei Gunas — Nahrung für den Geist
Die drei Gunas & die Ernährung
Und was haben dir die Gunas mit der Ernährung zu tun? Ziemlich viel. Denn nicht nur unsere körperliche Konstitution wird durch die Ernährung beeinflusst, sondern auch unsere mentale Konstitution. Deine Ernährung trägt also einen großen Teil zu deiner mentalen Gesundheit bei. Vielleicht hast du auch schon mal gespürt, dass du dich nach bestimmten Lebensmittel eher müde und träge fühlst, manche Speisen dir Energie schenken und andere Lebensmittel eine aufwühlende und anregende Wirkung haben. Das liegt an den unterschiedlichen Energien, die jedes Lebensmittel mit sich bringt. Denn alle Nahrungsmittel haben entweder eine sattvische, rajasische oder tamasische Energie und wirken auf geistiger und körperlicher Ebene.
Sattva aus ayurvedischer Sicht
Sattva steht für Klarheit, Reinheit, Hilfsbereitschaft, Mitgefühl und Harmonie. Menschen, die einen spirituellen Weg verfolgen, wählen häufig die sattvische Ernährung. Sattvische Lebensmittel sind leichte und frische Lebensmittel. Sie haben eine positive Wirkung auf unsere Emotionen, unseren Geist und unsere Stimmung. Außerdem stärken diese Lebensmittel unser Immunsystem und fördern Klarheit und Reinheit in Körper & Geist. Ein zu viel an Sattva gibt es nicht. Daher liegt der Fokus immer auf der Stärkung von Sattva.
Sattvische Nahrungsmittel sind zum Beispiel frisches und reifes Obst, Gemüse, Mungbohnen, Nüsse wie Mandeln, Milch, Ghee, Reis und Quinoa. Hier findest du ein Rezept für ein sattvisches Dhal.
Stärke dein Sattva
In dieser Podcastfolge gebe ich dir Tipps bezüglicher der Ernährung und der Lebensweise, die dir helfen, dein Sattva zu stärken.
Rajas aus ayurvedischer Sicht
Menschen, die viel Rajas in sich haben, sind oft sehr ehrgeizig, aktiv und kommen schwer zur Ruhe. Ihnen sind Anerkennung und Status sehr wichtig. Oft neigen sie zu Wutausbrüchen und Aggressionen. Ein gewisser Anteil an Rajas ist jedoch notwendig, da es die Aktivität fördert. Besonders Kapha-Menschen mit einem hohen Tamas Anteil fühlen sich oft träge und antriebslos. Sie brauchen Rajas in Form von Bewegung und aktivierenden Lebensmitteln zum Ausgleich. „Gute“ rajasische Lebensmittel sorgen dafür, dass unser Stoffwechsel in Schwung kommt und unsere Verdauung angekurbelt wird. Generell haben rajasische Lebensmittel jedoch oft eine unruhige Wirkung auf unseren Geist und unsere Emotionen.
Rajasische Nahrungsmittel sind zum Beispiel: chemisch verarbeitete Lebensmittel, Kaffee, schwarzer Tee, Zucker, Weißmehl, Ingwer, Chili, Pfeffer, Sauermilchprodukte, Buchweizen und Roggen.
Tamas aus ayurvedischer Sicht
Mensch, die von Tamas geprägt sind, fühlen sich häufig müde und antriebslos. Sie tratschen viel, sind faul und ihn fehlt oft der Ehrgeiz Dinge zu Ende zu bringen. Zu viel Tamas kann auch zu Kriminalität führen. Ein gewisser Anteil an Tamas ist jedoch notwendig, da es Stabilität und Ruhe fördert. Besonders der nervöse und unruhige Vata-Mensch benötigt ab und zu Tamas in From von erdenden Lebensmitteln und Schlaf, um zur Ruhe zu kommen.
Tamasische Nahrungsmittel machen den Körper müde & träge und schwächen unser Verdauungsfeuer. Sie sollten daher so gut es geht vermieden werden. Tamasische Nahrungsmittel sind zum Beispiel schwere und fettige Speisen, verdorbene Speisen, Fleisch, Tiefkühlkost, Konserven, aufgewärmtes Essen, Alkohol und vergorenes Essen.
HINWEIS: Um ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen den drei Gunas zu schaffen, sollte der sattvische Nahrungsmittelanteil ungefähr bei 70 % liegen, der Anteil von rajasischen Nahrungsmitteln bei 20 % und der Anteil von tamasischen Nahrungsmittel sollten nur bei 10 % liegen.
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