Die­ser Arti­kel ist ein Gast­ar­ti­kel von Lara Mire­ma­di

Wie Ayurveda auf Reisen mein Glücksrezept wurde

Hi, ich bin Lara. Ich lebe Teil­zeit auf einem Segel­boot Namens Limo­n­a­ra und möch­te heu­te mich euch tei­len, wie Ayur­ve­da auf Rei­sen das Glücks­re­zept mei­nes Lebens wur­de. Was Bei­des ver­eint ist, dass wir uns durch Rei­sen und Ayur­ve­da auf neue Art und Wei­se ken­nen­ler­nen, prä­gen­de Erfah­run­gen machen, über uns hin­aus­wach­sen und uns mit der Natur und den Ele­men­ten verbinden. 

Zusam­men mit mei­nem Part­ner habe ich bereits 17 Inseln im Mit­tel­meer und im Atlan­tik bereist und nach unzäh­lig vie­len See­mei­len, nach vie­len Hochs- und Tiefs ent­lang der Rei­se und mit einer Schatz­kis­te vol­ler Aben­teu­er und ein­präg­sa­mer Begeg­nun­gen, kann ich heu­te sagen, dass ich mich nir­gend­wo so sehr mit den Ele­men­ten ver­bun­den füh­le wie auf dem Was­ser. Wir segeln mit der Kraft des Win­des und wer­den von den Wel­len geschau­kelt. Wir wachen von den ers­ten Son­nen­strah­len des Tages auf und schla­fen nachts unter den Sternen. 

Unse­re Segel­rei­sen waren schon immer ein gro­ßes Selbst­ex­pe­ri­ment für mich. Nach­dem ich mein Stu­di­um an der Euro­päi­schen Aka­de­mie für Ayur­ve­da in Birstein abge­schlos­sen hat­te, woll­te ich her­aus­fin­den, wie ich mein Ayur­ve­da Wis­sen als Gesund­heits- und Ernäh­rungs­be­ra­te­rin auf Rei­sen anwen­den kann, um in Balan­ce zu blei­ben und den noma­di­schen Lebens­stil mit all sei­nen Son­nen- und Schat­ten­sei­ten in vol­len Zügen zu genießen.

In die­sem Arti­kel erklä­re ich dir, war­um Ayur­ve­da auf Rei­sen über­haupt eine Rol­le spielt und tei­le mei­ne fünf bes­ten Tipps, die dir hel­fen, ayur­ve­di­sche Rou­ti­nen in dei­nen Rei­se­all­tag zu inte­grie­ren. Die­se Tipps sind vor allem für die­je­ni­gen rele­vant, die auf einer Lang­zeit­rei­se unter­wegs sind, also über meh­re­re Mona­te von einem Ort zum ande­ren rei­sen, denn beson­ders dann ist es wich­tig, dass wir lang­fris­tig Ener­gie haben und im Gleich­ge­wicht bleiben. 

Wieso sich Vata auf Reisen erhöht und wie es sich bemerkbar macht

Du weißt viel­leicht schon, dass die fünf Ele­men­te der Kern der ayur­ve­di­schen Heil­kun­de sind und so ist es nicht ver­wun­der­lich, dass die Natur und die Umwelt in einer Wech­sel­be­zie­hung zu den Doshas steht. Vata ist das Bewe­gungs­prin­zip und Rei­sen ist eine Vata-typi­sche Lei­den­schaft, was erklärt, wes­halb sich aus ayur­ve­di­scher Sicht durch das Rei­sen das Vata-Dosha erhöht. 

Stän­di­ge Bewe­gung, Neu­es ent­de­cken und sich immer wie­der unbe­kann­ten Orten und Gege­ben­hei­ten anpas­sen fällt Vata-Typen in der Regel leicht. Doch zu viel davon und oben­drauf gege­be­nen­falls noch Zeit­ver­schie­bung und ein unre­gel­mä­ßi­ger Tages­ab­lauf, füh­ren dazu, dass Vata aus dem Gleich­ge­wicht gerät. 

Eine Vata Erhö­hung macht sich zum Bei­spiel bemerk­bar in einer unre­gel­mä­ßi­gen Ver­dau­ung. Viel­leicht ist dir das auch schon­mal so ergan­gen, dass du im Urlaub plötz­lich für eini­ge Tage nicht auf die Toi­let­te gehen konn­test. Ver­stop­fung ist unan­ge­nehm und wird durch zu viel Vata in dei­nem Kör­per her­vor­ge­ru­fen. Auch Unru­he und Schlaf­lo­sig­keit kön­nen ein­tre­ten, durch die Auf­re­gung, die so eine Rei­se mit sich bringt. Viel­leicht hast du auch schon das ein oder ande­re mal hell­wach im Bett gele­gen und konn­test nicht ein­schla­fen, da du so vie­le neue Ein­drü­cke zu ver­ar­bei­ten hat­test. Wir gera­ten in ein Ungleich­ge­wicht, wel­ches von einem erhöh­ten Vata her­vor­ge­ru­fen wird. 

Wie du Vata auf Reisen ausgleichen kannst

Das Vata-Dosha zeich­net sich vor allem durch die Eigen­schaf­ten kalt, leicht und tro­cken aus und da sich Gegen­sät­ze aus­glei­chen, suchen wir ent­spre­chend nach wär­men­den, öli­gen, und beru­hi­gen­den Eigen­schaf­ten, die der Tro­cken­heit, Käl­te und Bewe­gung ent­ge­gen­wir­ken. Erdung, Sta­bi­li­tät und alles was Ruhe bringt sind hilf­reich für Kör­per und Geist. 

5 Ayurveda Tipps für deine Reise

Hier sind 5 Tipps für dich, mit denen du genau das errei­chen kannst — basie­rend auf mei­ner bis­he­ri­gen Rei­se­er­fah­rung haben sich die­se 5 als extrem wert­voll und effek­tiv herauskristallisiert. 

Tipp 1: Ayurvedische Morgenroutine 

Eine klei­ne Mor­gen­rou­ti­ne ist selbst auf Rei­sen aus ayur­ve­di­scher Sicht sehr gut inves­tier­te Zeit. Drei Aspek­te hel­fen dir gesund und mun­ter in den Tag zu star­ten, näm­lich gleich nach dem Auf­ste­hen (1) Zun­ge scha­ben, (2) Ölzie­hen mit Kokos­öl im Som­mer und (3) zwei Tas­sen abge­koch­tes Was­ser trin­ken. Damit bringst du dei­nen Stoff­wech­sel in Schwung und hilfst dei­nem Kör­per beim Entgiften.



Tipp 2: Yoga in der Natur

Gera­de den Lang­zeit­rei­sen­den unter euch emp­feh­le ich eine Yoga-Rei­se­mat­te mit­zu­neh­men. Schon 10 Minu­ten erden­de und beru­hi­gen­de Asa­nas am frü­hen Mor­gen oder abends vor dem Schla­fen­ge­hen haben eine extrem gute Vata-redu­zie­ren­de Wir­kung und hel­fen dir nach einem ereig­nis­rei­chen Tag zur Ruhe zu kom­men. Oft­mals kannst du in der Natur die schöns­ten Plät­ze fin­den um dei­ne Mat­te aus­zu­rol­len. Die Kind­hal­tung, das Kro­ko­dil und der Baum sind drei Übun­gen, die ich dir sehr ans Herz legen kann für Erdung und Ruhe. 

Tipp 3: Regelmäßige Mahlzeiten und verdauungsfördernde Gewürze

Regel­mä­ßi­ge Mahl­zei­ten und ver­dau­ungs­för­dern­de Gewür­ze hel­fen dir dei­ne Ver­dau­ung in den Griff zu krie­gen. Es gibt eini­ge Gerich­te, die ich gern auf Rei­sen koche, wie zum Bei­spiel Mung Dal, zube­rei­tet unter Ande­rem mit Kreuz­küm­mel und Asafö­ti­da, bei­des Gewür­ze, die die Ver­dau­ung anre­gen und leicht bekömm­lich sind. Auch Zimt, Kur­ku­ma und Anis haben eine Vata-redu­zie­ren­de Wir­kung und du kannst sie bei­spiels­wei­se super in dei­nen mor­gend­li­chen Por­ridge integrieren. 

Auch Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel hel­fen dir Vata zu redu­zie­ren, aller­dings soll­test du die­se bereits eini­ge Wochen vor Rei­se­start zu dir neh­men, damit sie ihre Wir­kung voll ent­fal­ten kön­nen. Um die Ver­dau­ung anzu­re­gen kannst du bei­spiels­wei­se Tri­pha­la ein­neh­men. Tri­pha­la, “drei Früch­te”, ist ein Heil­mit­tel, das aus drei der wich­tigs­ten ayur­ve­di­schen Kräu­ter besteht. Die­se drei zusam­men haben eine wun­der­bar aus­glei­chen­de Wir­kung auf alle drei Doshas und hel­fen bei der Ent­gif­tung des Verdauungstraktes. 

Getrei­de, süßes Gemü­se und süße Früch­te wir­ken eben­falls Vata-redu­zie­rend. Bei dei­nem Markt­be­such kannst du also gern bei Apri­ko­sen, Pfir­si­chen, Bana­nen und Honig­me­lo­nen zugrei­fen, sowie Süß­kar­tof­fel, Rote Bete, Zuc­chi­ni, Karot­te und Kohl­ra­bi mit­neh­men. Hafer­flo­cken am Mor­gen und ein Nudel- oder Reis­ge­richt mit Gemü­se eig­nen sich super. Ach­te dar­auf immer genü­gend Öl zu ver­wen­den, um den Spei­sen die nöti­ge Feuch­tig­keit zu verleihen. 

Mei­ne Devi­se auf Rei­sen ist: Ins Restau­rant gehen und die loka­le Küche aus­pro­bie­ren und dann auf dem Markt regio­na­le Lebens­mit­tel kau­fen und damit selbst Gerich­te zube­rei­ten. Nir­gend­wo schme­cken die Toma­ten bes­ser als in Spa­ni­en, und das Aro­ma von Avo­ca­do und Ana­nas auf den Azo­ren ist unbeschreiblich. 

Abends kann ich nicht auf mei­nen Kräu­ter­tee ver­zich­ten, den ich im Som­mer auch ger­ne kalt genie­ße. Fen­chel, Kamil­le und Anis sind hier dei­ne bes­ten Beglei­ter für einen ent­spann­ten und beru­hi­gen­den Tagesausklang.



Tipp 4: Füße und andere Gelenke ölen 

Vata bringt wie oben beschrie­ben Tro­cken­heit mit sich und der kön­nen wir wun­der­bar ent­ge­gen­wir­ken mit dem Ein­ölen von Füßen und Gelen­ken vor dem Schla­fen­ge­hen. Im Som­mer, wenn es heiß ist, freut sich unse­re Haut zusätz­lich über Feuch­tig­keit und Pfle­ge, beson­ders, wenn sie viel Son­ne und Salz­was­ser aus­ge­setzt war. Im Som­mer emp­feh­le ich dir des­halb ein küh­len­des Kokos­öl zu ver­wen­den, was noch dazu köst­lich riecht. Auch das Ein­cre­men mit Aloe Vera Gel beru­higt die Haut und kühlt. Im Herbst oder Win­ter wür­de ich eher zu Laven­del­öl grei­fen, das hat zusätz­lich noch eine beru­hi­gen­de Wir­kung vor dem Einschlafen.

Tipp 5: Reisetagebuch schreiben

Was ist eine Rei­se ohne ein Rei­se­ta­ge­buch, in dem wir unse­re Erleb­nis­se und Gedan­ken fest­hal­ten kön­nen? Oft­mals kom­men uns auf Rei­sen Gedan­ken oder Ideen, die wir so zu Hau­se nie­mals haben und es ist viel Wert sol­che direkt auf­zu­schrei­ben, denn sie sind oft­mals gold­wert. Ein Rei­se­ta­ge­buch gibt dir die Mög­lich­keit dei­ne Gedan­ken zu sor­tie­ren und dei­ne neu­en Ein­drü­cke zu ver­ar­bei­ten. So bekommst du wie­der Klar­heit und Vor­freu­de auf Neu­es und hältst das Erleb­te für immer fest. Pro­bie­re es mal aus! 

Ayurveda Packliste 

Hier kommt eine Ayur­ve­da Pack­lis­te für dich, basie­rend auf mei­nen Tipps von oben. Alle Pro­duk­te, die ich hier ver­lin­ke, habe ich selbst getes­tet und ver­wen­det und kann sie wärms­tens emp­feh­len (unbe­zahl­te Werbung).

*Hin­weis: Wenn du auf die mit Stern­chen gekenn­zeich­ne­ten Arti­kel klickst, wirst du auf eine exter­ne Sei­te weitergeleitet. 

Viel Spaß auf Dei­ner nächs­ten Rei­se und ganz vie­le wun­der­ba­re Erleb­nis­se wün­sche ich dir! 

Vie­le Grü­ße vom Meer!

Ich freue mich über dei­nen Fol­low auf Insta­gram und dei­ne Anmel­dung zum Detox-Pro­gramm für den Herbst. 

Dei­ne Lara

Lara arbei­tet als frei­be­ruf­li­che Gesund­heits- und Ernäh­rungs­be­ra­te­rin mit Fokus auf ayur­ve­di­sche Ent­gif­tung und Rei­ni­gung. Für sie gibt es nichts Schö­ne­res als Men­schen dabei zu hel­fen gesund und glück­lich zu sein. Hier­für bie­tet sie Detox-Pro­gram­me an, die dir hel­fen dein Immun­sys­tem zu stär­ken, Leich­tig­keit im Kör­per zu spü­ren und Klar­heit im Geist zu erle­ben. Lara gibt dir die Tools an die Hand, die du brauchst, um Dei­nem Kör­per und Geist die Selbst­für­sor­ge zu schen­ken, die er ver­dient hat. 

https://www.laramiremadi.com/angebote

@ayurlara