Shatavari im Ayurveda zur Begleitung von Frauen in verschiedenen Lebensphasen

Shat­a­va­ri gehört zu den bekann­tes­ten Heil­pflan­zen des Ayur­ve­da – und das aus gutem Grund. Die Wur­zel wird seit Jahr­hun­der­ten tra­di­tio­nell ein­ge­setzt, um Frau­en in ver­schie­de­nen Lebens­pha­sen zu beglei­ten. Ob bei Zyklus­be­schwer­den, PMS, Kin­der­wunsch, in der Still­zeit oder wäh­rend der Wech­sel­jah­re: Kaum eine ande­re ayur­ve­di­sche Pflan­ze spielt in der ayur­ve­di­schen Frau­en­heil­kun­de
eine so zen­tra­le Rolle.

Auch ich wer­de in mei­nen Bera­tun­gen und Aus­bil­dungs­grup­pen immer wie­der nach Shat­a­va­ri gefragt. Vie­le Frau­en möch­ten wis­sen, ob die Wur­zel tat­säch­lich dabei hel­fen kann, den ormon­haus­halt zu unter­stüt­zen oder Beschwer­den rund um den Zyklus zu lindern.

Du erfährst, was Shat­a­va­ri aus ayur­ve­di­scher Sicht so beson­ders macht, wie die Wur­zel tra­di­tio­nell ange­wen­det wird, wel­che Bedeu­tung die Wur­zel im Ayur­ve­da hat und wor­auf du bei der Ein­nah­me ach­ten solltest.

Inhaltsverzeichnis 

Was ist Shatavari?

Shat­a­va­ri (Aspa­ra­gus race­mo­s­us) ist eine ayur­ve­di­sche Heil­pflan­ze aus der Fami­lie der Spar­gel­ge­wäch­se. Ver­wen­det wird die getrock­ne­te Wur­zel. Im Ayur­ve­da gilt sie als wich­tigs­tes Kraut für die Frau und wird tra­di­tio­nell bei Zyklus­be­schwer­den, Kin­der­wunsch, in der Still­zeit und in den Wech­sel­jah­ren ein­ge­setzt. Sie zählt zu den Rasay­a­nas – den auf­bau­en­den und rege­ne­rie­ren­den Pflan­zen des Ayurveda.
 
Die mehr­jäh­ri­ge Klet­ter­pflan­ze wächst vor allem in Indi­en, Nepal, Sri Lan­ka und den Aus­läu­fern des Hima­la­yas. Dort wird sie seit vie­len Jahr­hun­der­ten in der ayur­ve­di­schen Pflan­zen­heil­kun­de ein­ge­setzt und zählt zu den bekann­tes­ten Kräu­tern überhaupt.
 
Der Name Shat­a­va­ri stammt aus dem Sans­krit. Frei über­setzt bedeu­tet er „die, die hun­dert Män­ner besänf­tigt“ oder „die, die hun­dert Krank­hei­ten heilt“. Auch wenn die­se Über­set­zung heu­te etwas unge­wöhn­lich klingt, steht sie sinn­bild­lich für die tra­di­tio­nell stär­ken­de und näh­ren­de Bedeu­tung der Pflan­ze für die Frau.
 
Aus ayur­ve­di­scher Sicht geht es dabei jedoch nicht um Frucht­bar­keit allein. Viel­mehr beschreibt der Name die Fähig­keit der Pflan­ze, den Kör­per auf­zu­bau­en, zu näh­ren und in ver­schie­de­nen Lebens­pha­sen zu begleiten.
 
Zu den wich­tigs­ten Inhalts­stof­fen zäh­len unter anderem:

• ste­ro­ida­le Sapo­nine (Shat­a­va­ri­ne)
• Fla­vo­no­ide
• Schleim­stof­fe
• Poly­phe­no­le
• ver­schie­de­ne anti­oxi­da­tive Pflanzenstoffe
 
Die­se Inhalts­stof­fe wer­den der­zeit wis­sen­schaft­lich unter­sucht. Ers­te Stu­di­en deu­ten dar­auf hin, dass eini­ge davon anti­oxi­da­tive und ent­zün­dungs­re­gu­lie­ren­de Eigen­schaf­ten besit­zen könnten.
Shatavari-Wurzel, die wichtigste ayurvedische Heilpflanze für die Frau

Shatavari im Ayurveda: Welche Wirkung hat die Wurzel?

Wäh­rend vie­le west­li­che Arti­kel fast aus­schließ­lich über ein­zel­ne Inhalts­stof­fe spre­chen, betrach­tet Ayur­ve­da Shat­a­va­ri aus einer ganz ande­ren Perspektive.

Hier steht nicht nur die Pflan­ze selbst im Mit­tel­punkt, son­dern die Frage:

Wie wirkt sie auf den gesam­ten Menschen?

Im Ayur­ve­da besitzt jede Heil­pflan­ze bestimm­te Eigen­schaf­ten, die Ein­fluss auf die Doshas, die Ver­dau­ung und den Gewe­be­auf­bau nehmen.

Wirkung von Shatavari auf die Doshas

Shat­a­va­ri gilt tra­di­tio­nell als beson­ders Vata- und Pit­ta-aus­glei­chend.

Gera­de Frau­en mit einer aus­ge­präg­ten Vata-Dys­ba­lan­ce – bei­spiels­wei­se durch Stress, Schlaf­man­gel oder einen hek­ti­schen All­tag – pro­fi­tie­ren im Ayur­ve­da häu­fig von näh­ren­den und befeuch­ten­den Pflan­zen. Gleich­zei­tig wird Shat­a­va­ri auf­grund sei­ner küh­len­den Eigen­schaf­ten tra­di­tio­nell auch bei erhöh­tem Pit­ta ein­ge­setzt, etwa wenn Hit­ze, Reiz­bar­keit oder Hit­ze­wal­lun­gen im Vor­der­grund stehen.

Shat­a­va­ri soll­te bei Brust­krebs, hohem Kapha, Ama und star­ker Schleim­bil­dung in den Bron­chi­en nicht ver­wen­det werden.

Die ayurvedischen Eigenschaften von Shatavari

Im Ayur­ve­da wird jede Pflan­ze anhand ihrer Eigen­schaf­ten beschrieben.

Für Shat­a­va­ri gel­ten traditionell:

Rasa (Geschmack): süß und bit­ter
Virya (ther­mi­sche Wir­kung): küh­lend
Vipa­ka (Nach­ver­dau­ung): süß

Shat­a­va­ri zählt zu den soge­nann­ten Rasay­a­nas. Rasay­a­nas sind im Ayur­ve­da Pflan­zen, die den Kör­per näh­ren, rege­ne­rie­ren und lang­fris­tig stär­ken sol­len. Sie wer­den tra­di­tio­nell ein­ge­setzt, um den Orga­nis­mus nach­hal­tig zu unterstützen.

Shatavari-Pflanze (Asparagus racemosus) aus der Familie der Spargelgewächse

Wie wirkt Shatavari bei Frauen?

Shat­a­va­ri wird im Ayur­ve­da tra­di­tio­nell ein­ge­setzt, um Frau­en in ver­schie­de­nen Lebens­pha­sen zu beglei­ten. Dazu zäh­len unter ande­rem Zyklus­be­schwer­den, hor­mo­nel­le Ver­än­de­run­gen, Kin­der­wunsch, die Zeit nach der Geburt sowie die Wech­sel­jah­re. Die
wis­sen­schaft­li­che For­schung ent­wi­ckelt sich zwar ste­tig wei­ter, den­noch basiert ein gro­ßer Teil die­ses Wis­sens bis heu­te auf den jahr­tau­sen­de­al­ten Erfah­run­gen der ayur­ve­di­schen Medizin.

Shatavari bei Zyklusbeschwerden und PMS

Vie­le Frau­en ken­nen es: Eini­ge Tage vor der Mens­trua­ti­on ver­än­dert sich plötz­lich alles. Die Brust spannt, die Stim­mung schwankt, der Bauch fühlt sich auf­ge­bläht an oder der Schlaf wird unruhiger.

Im Ayur­ve­da wer­den sol­che Beschwer­den nicht iso­liert betrach­tet. Statt­des­sen wird gefragt, wel­ches Dosha gera­de aus dem Gleich­ge­wicht gera­ten ist:

• Tre­ten eher Reiz­bar­keit, Hit­ze oder star­ke Blu­tun­gen auf, kann ein erhöh­tes Pit­ta betei­ligt sein.
• Ste­hen Ner­vo­si­tät, Schmer­zen, Schlaf­pro­ble­me oder ein unre­gel­mä­ßi­ger Zyklus im Vor­der­grund, spielt häu­fig Vata eine grö­ße­re Rolle.

Da Shat­a­va­ri tra­di­tio­nell sowohl Pit­ta kühlt als auch Vata nährt, wird die Wur­zel in der ayur­ve­di­schen Frau­en­heil­kun­de häu­fig beglei­tend eingesetzt.

Aus mei­ner Erfah­rung ist jedoch eines beson­ders wich­tig: Kei­ne Pflan­ze kann dau­er­haft aus­glei­chen, was im All­tag stän­dig aus dem Gleich­ge­wicht gerät. Des­halb schaue ich in mei­nen Ayur­ve­da Coa­chings immer gleich­zei­tig auch auf Ernäh­rung, Ver­dau­ung, Schlaf, Stress und Tages­rhyth­mus. Shat­a­va­ri kann anschlie­ßend ein sinn­vol­ler Bau­stein sein.

Shatavari und die Hormone: Was passiert im Körper?

Shat­a­va­ri wirkt aus­glei­chend auf das hor­mo­nel­le Sys­tem und kann hel­fen, hor­mon­be­ding­te Beschwer­den wie PMS, unre­gel­mä­ßi­ge Zyklen, Stim­mungs­schwan­kun­gen und Hit­ze­wal­lun­gen wäh­rend der Wech­sel­jah­re zu lindern.

Die ent­hal­te­nen Phy­to­ös­tro­ge­ne kön­nen sanft auf das endo­kri­ne Sys­tem wir­ken und den Östro­gen­spie­gel auf natür­li­che Wei­se
har­mo­ni­sie­ren – ganz ohne syn­the­ti­sche Hormone.

Im Ayur­ve­da gilt Shat­a­va­ri als das wich­tigs­te Frau­en-Toni­kum. Seit Jahr­tau­sen­den wird die Wur­zel ein­ge­setzt, um Frau­en in den unter­schied­lichs­ten Lebens­pha­sen zu beglei­ten – von der Mens­trua­ti­on über den Kin­der­wunsch bis hin zu den Wechseljahren.

Aus ayur­ve­di­scher Sicht wirkt Shat­a­va­ri beson­ders näh­rend auf das Shu­kra Dha­tu, das Gewe­be, das mit Fort­pflan­zung, Frucht­bar­keit und Rege­ne­ra­ti­on in Ver­bin­dung steht. Gleich­zei­tig gilt die Wur­zel als küh­lend, befeuch­tend und auf­bau­end. Des­halb wird sie tra­di­tio­nell vor allem dann ein­ge­setzt, wenn Vata und Pit­ta aus dem Gleich­ge­wicht gera­ten sind – zwei Doshas, die bei hor­mo­nel­len Beschwer­den häu­fig eine Rol­le spielen.

Shat­a­va­ri wirkt aus­glei­chend auf die hor­mo­nel­le Balan­ce und kann dabei unter­stüt­zen, hor­mo­nell beding­te Beschwer­den wie PMS, Mens­trua­ti­ons­be­schwer­den, einen unre­gel­mä­ßi­gen Zyklus oder Beschwer­den in den Wech­sel­jah­ren zu lin­dern. Die ent­hal­te­nen Phy­to­ös­tro­ge­ne kön­nen den Östro­gen­spie­gel auf natür­li­che Wei­se wie­der ins Gleich­ge­wicht bringen.

Shatavari bei Kinderwunsch

Im Ayur­ve­da gilt Shat­a­va­ri als eines der wich­tigs­ten Kräu­ter beim uner­füll­ten Kinderwunsch.

Tra­di­tio­nell wird die Wur­zel ein­ge­setzt, um das Shu­kra Dha­tu – das Fort­pflan­zungs­ge­we­be – zu näh­ren und zu stär­ken. Gleich­zei­tig kann Shat­a­va­ri den Auf­bau der Gebär­mut­ter­schleim­haut unter­stüt­zen und dadurch güns­ti­ge Vor­aus­set­zun­gen für die Ein­nis­tung einer befruch­te­ten Eizel­le schaffen.

Doch auch hier gilt: Im Ayur­ve­da wird nie nur auf eine ein­zel­ne Pflan­ze gesetzt. Eine typ­ge­rech­te Ernäh­rung, ein gesun­der Lebens­stil und eine gute Ver­dau­ung bil­den immer die Grund­la­ge. Shat­a­va­ri kann die­se ganz­heit­li­che Beglei­tung sinn­voll ergänzen.

Shatavari in Schwangerschaft und Stillzeit

Auch wäh­rend der Schwan­ger­schaft wird Shat­a­va­ri im Ayur­ve­da tra­di­tio­nell ein­ge­setzt, um die wer­den­de Mut­ter zu stär­ken und das Wachs­tum des Kin­des zu unter­stüt­zen. Nach der Geburt und in der Still­zeit gilt die Wur­zel als wert­vol­le Beglei­te­rin im Wochenbett.

Im Ayur­ve­da wird die Wur­zel geschätzt, um die Milch­bil­dung auf natür­li­che Wei­se zu unter­stüt­zen und gleich­zei­tig die Mut­ter zu näh­ren und zu kräf­ti­gen. Gera­de nach der Geburt, wenn der Kör­per viel Ener­gie für die Rege­ne­ra­ti­on und das Stil­len benö­tigt, kann Shat­a­va­ri eine wert­vol­le Unter­stüt­zung sein.

Shatavari in den Wechseljahren

Mit den Wech­sel­jah­ren ver­än­dert sich der weib­li­che Kör­per auf vie­len Ebe­nen. Durch die hor­mo­nel­len Ver­än­de­run­gen kön­nen Beschwer­den wie Hit­ze­wal­lun­gen, Schlaf­stö­run­gen oder Stim­mungs­schwan­kun­gen auftreten.

Aus ayur­ve­di­scher Sicht beginnt jetzt die Lebens­pha­se, in der Vata zuneh­mend vor­herrscht. Gleich­zei­tig ist häu­fig auch Pit­ta an den Beschwer­den betei­ligt. Des­halb ste­hen nun vor allem eine Vata- und Pit­ta-aus­glei­chen­de Ernäh­rung, die Stär­kung des Agni sowie näh­ren­de Rasay­a­nas im Mittelpunkt.

Eine beson­de­re Bedeu­tung kommt dabei dem Shu­kra Dha­tu (Fort­pflan­zungs­ge­we­be) zu, das in die­ser Lebens­pha­se genährt und gestärkt wer­den soll­te. Shat­a­va­ri zählt im Ayur­ve­da zu den wich­tigs­ten Rasay­a­nas für Frau­en in den Wech­sel­jah­ren und wird tra­di­tio­nell ein­ge­setzt, um Beschwer­den wie Hit­ze­wal­lun­gen, Schlaf­stö­run­gen oder Stim­mungs­schwan­kun­gen zu lindern.

Shatavari-Pulver (Churna) zur traditionellen ayurvedischen Einnahme

Wie wirkt Shatavari auf Immunsystem und Nerven?

Shat­a­va­ri besitzt adap­to­ge­ne und immun­mo­du­lie­ren­de Eigen­schaf­ten. Das bedeu­tet, dass die Wur­zel den Kör­per dabei unter­stüt­zen kann, sich bes­ser an kör­per­li­che und emo­tio­na­le Belas­tun­gen anzu­pas­sen und die kör­per­ei­ge­ne Abwehr zu stärken.
 
Aus ayur­ve­di­scher Sicht führt anhal­ten­der Stress häu­fig zu einem erhöh­ten Vata-Dosha. Das kann sich unter ande­rem durch inne­re Unru­he, Ner­vo­si­tät, Schlaf­pro­ble­me, Erschöp­fung oder das Gefühl zei­gen, stän­dig unter Strom zu ste­hen. Durch ihre näh­ren­den, befeuch­ten­den und sta­bi­li­sie­ren­den Eigen­schaf­ten kann Shat­a­va­ri dabei hel­fen, Vata zu beru­hi­gen und das Ner­ven­sys­tem zu stärken.
 
Gleich­zei­tig zählt Shat­a­va­ri zu den Rasay­a­nas, die tra­di­tio­nell ein­ge­setzt wer­den, um Ojas auf­zu­bau­en. Ojas steht im Ayur­ve­da für unse­re Vita­li­tät, Wider­stands­kraft , Immun­kraft und inne­re Sta­bi­li­tät. Ist Ojas gut aus­ge­prägt, füh­len wir uns belast­ba­rer, aus­ge­gli­che­ner und kön­nen äuße­re Ein­flüs­se bes­ser abweh­ren. Shat­a­va­ri kann des­halb nicht nur das Ner­ven­sys­tem unter­stüt­zen, son­dern auch dazu bei­tra­gen, die kör­per­li­che Abwehr lang­fris­tig zu stär­ken. Neben Shat­a­va­ri zählt auch Tul­si zu den wich­tigs­ten ayur­ve­di­schen Pflan­zen bei Stress.

Was bewirkt Shatavari bei Verdauung und Stoffwechsel?

Shat­a­va­ri wird im Ayur­ve­da nicht nur als Frau­en­kraut geschätzt, son­dern auch tra­di­tio­nell zur Unter­stüt­zung der Ver­dau­ung ein­ge­setzt. Auf­grund sei­ner küh­len­den und befeuch­ten­den Eigen­schaf­ten eig­net sich die Wur­zel beson­ders dann, wenn ein erhöh­tes Pit­ta zu Beschwer­den wie Sod­bren­nen, Magen­bren­nen oder einer gereiz­ten Magen­schleim­haut führt.

Gleich­zei­tig wir­ken die ent­hal­te­nen Schleim­stof­fe schüt­zend auf die Schleim­häu­te des Ver­dau­ungs­trakts. Des­halb wird Shat­a­va­ri im Ayur­ve­da tra­di­tio­nell auch bei Beschwer­den wie Gas­tri­tis oder einem emp­find­li­chen Magen-Darm-Trakt eingesetzt.

Ein gesun­der Stoff­wech­sel beginnt im Ayur­ve­da mit einem star­ken Agni. Nur wenn die Nah­rung gut ver­daut und ver­wer­tet wird, kön­nen alle Gewe­be des Kör­pers aus­rei­chend genährt wer­den. Shat­a­va­ri kann dazu bei­tra­gen, die Auf­nah­me und Ver­wer­tung von Nähr­stof­fen zu unter­stüt­zen und so lang­fris­tig auch Haut, Haa­re und Gewe­be zu nähren.

Getrocknete Shatavari-Wurzel, die wichtigste ayurvedische Heilpflanze für die Frau

Welche Wirkung hat Shatavari auf die Haare? 

Da die Wur­zel tra­di­tio­nell ein­ge­setzt wird, um den Kör­per zu näh­ren und die hor­mo­nel­le Balan­ce zu unter­stüt­zen, kann sich dies auch posi­tiv auf Haut und Haa­re auswirken.
 
Gera­de hor­mo­nel­le Ver­än­de­run­gen kön­nen sich bei vie­len Frau­en durch tro­cke­ne Haut, unrei­ne Haut oder ver­mehr­ten Haar­aus­fall bemerk­bar machen. Indem Shat­a­va­ri den Kör­per auf natür­li­che Wei­se unter­stützt und das hor­mo­nel­le Gleich­ge­wicht för­dern kann, wird die Wur­zel im Ayur­ve­da auch zur Beglei­tung die­ser Beschwer­den eingesetzt.
 
Dar­über hin­aus wer­den Shat­a­va­ri anti­oxi­da­tive Eigen­schaf­ten zuge­schrie­ben. Die­se kön­nen dazu bei­tra­gen, die Haut vor oxi­da­tiv­em Stress zu schüt­zen, Feuch­tig­keit zu bewah­ren und zu einem aus­ge­gli­che­nen Haut­bild beizutragen.

Wie nimmt man Shatavari ein?

Shat­a­va­ri ist heu­te in ver­schie­de­nen Dar­rei­chungs­for­men erhält­lich – als Pul­ver (Chur­na), Kap­seln, Tablet­ten, Ghee oder Flüs­sig­ex­trakt. Wel­che Form am bes­ten zu dir passt, hängt von dei­nen per­sön­li­chen Vor­lie­ben und dei­nem All­tag ab.

Im Ayur­ve­da wird Shat­a­va­ri tra­di­tio­nell als Pul­ver (Chur­na) ein­ge­nom­men. Meist wird es in war­me Milch ein­ge­rührt und mit etwas Ghee kom­bi­niert. Alter­na­tiv kann das Pul­ver auch in war­mes Was­ser oder einen Pflan­zen­drink ein­ge­rührt wer­den. Vie­le Frau­en neh­men Shat­a­va­ri am liebs­ten abends als Bestand­teil einer Moon Milk ein. Die Dosie­rung rich­tet sich nach dem jewei­li­gen Pro­dukt und soll­te nach Her­stel­ler­an­ga­ben oder in Abspra­che mit einer Ayur­ve­da-The­ra­peu­tin erfolgen.

Shatavari Kapseln oder Pulver: Was ist besser für die Einnahme?

Ob Pul­ver oder Kap­seln die bes­se­re Wahl sind, hängt vor allem von dei­nen per­sön­li­chen Vor­lie­ben und dei­nem All­tag ab.

Shat­a­va­ri-Pul­ver (Chur­na) ent­spricht der tra­di­tio­nel­len ayur­ve­di­schen Anwen­dung. Es ist meist etwas güns­ti­ger, indi­vi­du­ell dosier­bar und wird klas­si­scher­wei­se in einer Men­ge von 3 bis 6 Gramm täg­lich, ver­teilt auf zwei bis drei Por­tio­nen, ein­ge­nom­men. Der leicht her­be Geschmack und die etwas auf­wen­di­ge­re Zube­rei­tung mit war­mer Milch oder Ghee sind jedoch nicht jeder­manns Sache.

Shat­a­va­ri-Kap­seln sind dage­gen beson­ders prak­tisch. Sie sind geschmacks­neu­tral, bereits exakt dosiert und las­sen sich unkom­pli­ziert in den All­tag inte­grie­ren. Dafür sind sie meist etwas teu­rer und ent­spre­chen nicht der klas­si­schen ayur­ve­di­schen Anwendung.

Dane­ben gibt es auch stan­dar­di­sier­te Shat­a­va­ri-Extrak­te. In wis­sen­schaft­li­chen Unter­su­chun­gen wur­den häu­fig Dosie­run­gen von etwa 300 mg täg­lich ein­ge­setzt. Ach­te hier auf hoch­wer­ti­ge Pro­duk­te und die Dosie­rungs­emp­feh­lun­gen des Herstellers.

Mei­ne Emp­feh­lung: Wenn du Shat­a­va­ri mög­lichst tra­di­tio­nell nach Ayur­ve­da anwen­den möch­test, wür­de ich zum Pul­ver grei­fen. Suchst du dage­gen eine unkom­pli­zier­te Lösung für den All­tag, sind Kap­seln oft die bes­se­re Wahl. Denn am Ende ist nicht die theo­re­tisch bes­te Form ent­schei­dend, son­dern die­je­ni­ge, die du regel­mä­ßig und lang­fris­tig einnimmst.

Worauf achten beim Kauf von Bio-Shatavari?

Wenn du Shat­a­va­ri aus­pro­bie­ren möch­test, lohnt es sich, auf die Qua­li­tät zu ach­ten. Gera­de bei Kräu­tern macht es einen Unter­schied, wo sie ange­baut und wie sie ver­ar­bei­tet wurden.

Dar­auf wür­de ich beim Kauf achten:

Bio-Qua­li­tät bevor­zu­gen. So kannst du das Risi­ko von Pes­ti­zid­rück­stän­den redu­zie­ren.
Auf die Her­kunft ach­ten. Hoch­wer­ti­ges Shat­a­va­ri stammt häu­fig aus Indi­en oder Nepal, wo die Pflan­ze tra­di­tio­nell ange­baut wird.
Mög­lichst rei­ne Pro­duk­te wäh­len. Ach­te dar­auf, dass kei­ne unnö­ti­gen Füll‑, Farb- oder Kon­ser­vie­rungs­stof­fe ent­hal­ten sind.
Bei Extrak­ten auf eine Stan­dar­di­sie­rung ach­ten. Seriö­se Her­stel­ler geben häu­fig den Gehalt an Shat­a­va­ri­nen an.
Bei Kap­seln eine pflanz­li­che Kap­sel­hül­le bevor­zu­gen, wenn du dich vege­ta­risch oder vegan ernährst.

Mei­ne Emp­feh­lung: Lie­ber etwas mehr für ein hoch­wer­ti­ges Pro­dukt aus­ge­ben als zu einem sehr güns­ti­gen Prä­pa­rat mit unkla­rer Her­kunft grei­fen. Schließ­lich möch­test du dei­nen Kör­per unter­stüt­zen – und dafür lohnt sich Qualität.

Hier bekommst du tol­le Pro­duk­te in Bio-Qualität »

Shatavari: Nebenwirkungen, Wechselwirkungen und Allergien

Shat­a­va­ri gilt im Ayur­ve­da als gut ver­träg­li­che Heil­pflan­ze und wird seit Jahr­hun­der­ten tra­di­tio­nell ein­ge­setzt. Bei einer übli­chen Dosie­rung sind nur sel­ten Neben­wir­kun­gen bekannt. Den­noch gibt es eini­ge Situa­tio­nen, in denen du vor der Ein­nah­me Rück­spra­che mit dei­ner Ärz­tin oder dei­nem Arzt hal­ten solltest.

Da Shat­a­va­ri leicht harn­trei­bend wir­ken kann, ist bei bestehen­den Nieren‑, Harn­wegs- oder Herz­er­kran­kun­gen Vor­sicht gebo­ten. Auch wenn du hor­mo­nel­le Medi­ka­men­te oder Blut­ver­dün­ner ein­nimmst, soll­test du die Ein­nah­me vor­ab ärzt­lich abklären.

Bist du all­er­gisch gegen Spar­gel, soll­test du eben­falls auf Shat­a­va­ri ver­zich­ten. Die Pflan­ze gehört zur Fami­lie der Spar­gel­ge­wäch­se und kann ähn­li­che all­er­gi­sche Reak­tio­nen auslösen.

Aus ayur­ve­di­scher Sicht wirkt Shat­a­va­ri näh­rend und erhöht das Kapha-Dosha. Men­schen mit einer aus­ge­präg­ten Kapha-Dys­ba­lan­ce soll­ten die Wur­zel des­halb nur zurück­hal­tend oder nach indi­vi­du­el­ler Emp­feh­lung ein­neh­men. In man­chen Fäl­len kann die auf­bau­en­de Wir­kung auch mit einer leich­ten Gewichts­zu­nah­me einhergehen

Shatavari Moon Milk mit warmer Milch, Ghee und Kardamom als Abendritual

Rezept: Shatavari Moon Milk

Eine beson­ders schö­ne Mög­lich­keit, Shat­a­va­ri in den All­tag zu inte­grie­ren, ist als war­me Moon Milk. Im Ayur­ve­da wird sie tra­di­tio­nell am Abend getrun­ken und eig­net sich wun­der­bar als klei­nes Ritu­al, um zur Ruhe zu kom­men und den Tag ent­spannt aus­klin­gen zu lassen.

Zuta­ten:
• 250 ml Milch oder Pflan­zen­drink (z. B. Hafer- oder Man­del­milch)
• 1 TL Shat­a­va­ri-Pul­ver
• 1 TL Ghee (optio­nal)
• 1 Pri­se Kar­da­mom
• 1 Pri­se Zimt

Zube­rei­tung:
1. Milch oder Pflan­zen­drink lang­sam erwär­men.
2. Shat­a­va­ri-Pul­ver ein­rüh­ren. Ghee und Gewür­ze hin­zu­fü­gen.
3. Alles mit einem klei­nen Schnee­be­sen cre­mig ver­rüh­ren.
4. Lang­sam und mög­lichst in Ruhe genießen.

Für wen ist Shatavari geeignet, für wen nicht?

Shat­a­va­ri kann tra­di­tio­nell gut geeig­net sein für:

Frau­en mit einer Vata- oder Pit­ta-Dys­ba­lan­ce
• Frau­en in ver­schie­de­nen Lebens­pha­sen – vom Zyklus bis zu den Wech­sel­jah­ren
• Per­so­nen, die sich nach einer näh­ren­den und küh­len­den Pflan­ze seh­nen
• alle, die Ayur­ve­da ganz­heit­lich in ihren All­tag inte­grie­ren möchten

Vor­sicht ist sinn­voll bei:

• bekann­ter Spar­gel­all­er­gie
• hor­mon­ab­hän­gi­gen Erkran­kun­gen
• Schild­drü­sen­er­kran­kun­gen oder ent­spre­chen­der Medi­ka­ti­on
• aus­ge­präg­ter Kapha-Dysbalance

Fazit

Shat­a­va­ri zählt seit Jahr­tau­sen­den zu den wich­tigs­ten Heil­pflan­zen des Ayur­ve­da und wird tra­di­tio­nell ein­ge­setzt, um Frau­en in den unter­schied­lichs­ten Lebens­pha­sen zu beglei­ten. Ob bei PMS, Zyklus­be­schwer­den, Kin­der­wunsch oder in den Wech­sel­jah­ren – die Wur­zel ist aus der ayur­ve­di­schen Frau­en­heil­kun­de kaum weg­zu­den­ken und kann eine wert­vol­le Unter­stüt­zung auf dem Weg zu mehr Balan­ce sein.

Wich­ti­ger Hin­weis: Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel soll­ten idea­ler­wei­se immer in Abspra­che mit dei­ner Ärz­tin, dei­nem Arzt oder einer qua­li­fi­zier­ten The­ra­peu­tin bzw. einem The­ra­peu­ten ein­ge­nom­men wer­den. Die Inhal­te die­ses Arti­kels die­nen aus­schließ­lich der Wis­sens­ver­mitt­lung und erset­zen kei­ne indi­vi­du­el­le medi­zi­ni­sche Bera­tung. Die Ein­nah­me von Shat­a­va­ri erfolgt auf eige­ne
Ver­ant­wor­tung.

Eini­ge der Links in die­sem Arti­kel sind soge­nann­te Affi­lia­te-Links. Wenn du über einen die­ser Links etwas kaufst, erhal­te ich eine klei­ne Pro­vi­si­on. Für dich ent­ste­hen dadurch kei­ne zusätz­li­chen Kos­ten. Ich emp­feh­le aus­schließ­lich Pro­duk­te, die ich selbst nut­ze, getes­tet habe oder von denen ich über­zeugt bin. 

Häufig gestellte Fragen zu Shatavari

Was bewirkt Shatavari im Körper? 

Shat­a­va­ri wird im Ayur­ve­da tra­di­tio­nell als näh­ren­des und rege­ne­rie­ren­des Rasay­a­na ein­ge­setzt. Es soll vor allem Vata und Pit­ta aus­glei­chen und Frau­en in ver­schie­de­nen Lebens­pha­sen begleiten.

Das lässt sich nicht pau­schal beant­wor­ten. Im Ayur­ve­da wer­den Heil­pflan­zen meist über einen län­ge­ren Zeit­raum ein­ge­setzt und immer mit Ernäh­rung und Lebens­stil kom­bi­niert. Wie schnell Ver­än­de­run­gen spür­bar wer­den, ist indi­vi­du­ell unterschiedlich.

Im Ayur­ve­da wird Shat­a­va­ri tra­di­tio­nell auch über län­ge­re Zeit­räu­me ver­wen­det. Ob eine täg­li­che Ein­nah­me sinn­voll ist, hängt jedoch von dei­ner indi­vi­du­el­len Situa­ti­on, dei­ner Dosha-Balan­ce und mög­li­chen Vor­er­kran­kun­gen ab.
Shat­a­va­ri gilt nicht als klas­sisch müde machen­de Pflan­ze. Durch sei­ne tra­di­tio­nell beru­hi­gen­den und näh­ren­den Eigen­schaf­ten emp­fin­den man­che Men­schen jedoch mehr inne­re Ruhe – beson­ders als Bestand­teil eines ent­span­nen­den Abendrituals.

Da Shat­a­va­ri im Ayur­ve­da als auf­bau­end und näh­rend gilt, ent­steht manch­mal die­ser Ein­druck. Eine Gewichts­zu­nah­me lässt sich dar­aus jedoch nicht all­ge­mein ablei­ten und hängt von vie­len wei­te­ren Fak­to­ren ab.

Ja, in der ayur­ve­di­schen Pra­xis wer­den bei­de Pflan­zen teil­wei­se mit­ein­an­der kom­bi­niert. Da sie unter­schied­li­che Eigen­schaf­ten besit­zen, soll­te die Aus­wahl jedoch immer zur indi­vi­du­el­len Kon­sti­tu­ti­on und aktu­el­len Situa­ti­on pas­sen. Im Zwei­fel emp­fiehlt sich die Bera­tung durch eine erfah­re­ne Ayurveda-Therapeutin.Da Shat­a­va­ri im Ayur­ve­da als auf­bau­end und näh­rend gilt, ent­steht manch­mal die­ser Ein­druck. Eine Gewichts­zu­nah­me lässt sich dar­aus jedoch nicht all­ge­mein ablei­ten und hängt von vie­len wei­te­ren Fak­to­ren ab.

Finde heraus, welcher Dosha-Typ du bist

Tul­si wirkt nicht bei jedem Men­schen gleich. Im Ayur­ve­da betrach­ten wir immer die indi­vi­du­el­le Kon­sti­tu­ti­on und die aktu­el­le Dosha-Balan­ce.
Wenn du her­aus­fin­den möch­test, wel­che Ernäh­rung, Rou­ti­nen und Kräu­ter am bes­ten zu dir pas­sen, dann star­te mit mei­nem kos­ten­lo­sen Dosha-Test.
So lernst du dei­nen Kör­per bes­ser ken­nen und kannst Ayur­ve­da noch geziel­ter für dein Wohl­be­fin­den nutzen.

Ayurveda Dosha Test inkl. Dosha Guide

Über die Autorin

Jen­ny Leh­nen ist zer­ti­fi­zier­te Ayur­ve­da-Coa­chin und Grün­de­rin von Yogi­ve­da. Seit vie­len Jah­ren beglei­tet sie Frau­en dabei, ihre Ver­dau­ung zu stär­ken, ihre Doshas in Balan­ce zu brin­gen und Ayur­ve­da all­tags­taug­lich umzusetzen.

Ihr Schwer­punkt liegt auf ayur­ve­di­scher Ernäh­rung, Ver­dau­ungs­ge­sund­heit und sai­so­na­ler Lebens­wei­se. In ihrer Arbeit ver­bin­det sie tra­di­tio­nel­les Ayur­ve­da mit moder­ner Ernäh­rungs­leh­re und pra­xis­na­hen Empfehlungen.

Mehr über Jen­ny Leh­nen & Yogi­ve­da erfährst du hier