Alles über das Pitta Dosha

Pit­ta-Dosha kurz erklärt: Pit­ta ist eines der drei Doshas im Ayur­ve­da und wird vor allem von den Ele­men­ten Feu­er und Was­ser geprägt. Es trägt Eigen­schaf­ten wie heiß, scharf, leicht, leicht ölig und flüs­sig und steht für das Prin­zip der Umwand­lung. Pit­ta wird des­halb unter ande­rem mit unse­rer Ver­dau­ung, der Ver­ar­bei­tung von Nah­rung und Sin­nes­ein­drü­cken in Ver­bin­dung gebracht.

Du hast eigent­lich immer Hun­ger, dir ist schnell zu warm und wenn etwas nicht nach Plan läuft, wirst du schon mal ungeduldig?

Dann kann es sein, dass bei dir von Natur aus viel Pit­ta vor­han­den ist – oder dass dein Pit­ta-Dosha aktu­ell erhöht ist.

Pit­ta ist die Ener­gie der Trans­for­ma­ti­on. Sie schenkt uns Fokus, Klar­heit, Ziel­stre­big­keit und die Fähig­keit, Din­ge anzu­pa­cken und umzu­set­zen. Pit­ta-Men­schen wis­sen häu­fig ganz genau, was sie wol­len, arbei­ten kon­zen­triert und lie­ben Herausforderungen.

Doch genau die­se Stär­ke kann bei zu viel Pit­ta irgend­wann kip­pen: Aus Ziel­stre­big­keit wird über­mä­ßi­ger Ehr­geiz, aus Klar­heit Kri­tik und aus inne­rem Feu­er Gereiztheit.

In die­sem Arti­kel erfährst du, wor­an du einen Pit­ta-Typ erkennst, wie sich ein Pit­ta-Ungleich­ge­wicht zei­gen kann und wel­che Ernäh­rung und Rou­ti­nen dabei hel­fen kön­nen, Pit­ta wie­der mehr auszugleichen.

Inhaltsverzeichnis 

Was ist das Pitta-Dosha? – Elemente, Eigenschaften und Aufgaben im Körper

Im Ayur­ve­da unter­schei­den wir drei Doshas:

Vata ist das Bewe­gungs­prin­zip, Pit­ta das Umwand­lungs­prin­zip und Kapha das Stabilitätsprinzip.

Alle drei sind wich­tig und über­neh­men unter­schied­li­che Aufgaben.

Pit­ta wird haupt­säch­lich von zwei Ele­men­ten geprägt:

Das Ele­ment Feu­er erklärt vie­le der typi­schen Eigen­schaf­ten von Pit­ta. Pit­ta gilt als:

Im Ayur­ve­da ist Pit­ta für Umwand­lungs- und Trans­for­ma­ti­ons­pro­zes­se zuständig.

Dazu wer­den bei­spiels­wei­se gezählt:

Beson­ders eng ist Pit­ta mit unse­rem Agni, dem ayur­ve­di­schen Ver­dau­ungs­feu­er, ver­bun­den.

Ist Pit­ta aus­ge­gli­chen, erle­ben wir vie­le sei­ner posi­ti­ven Qua­li­tä­ten: Klar­heit, Mut, Ziel­stre­big­keit, Kon­zen­tra­ti­ons­fä­hig­keit, Selbst­be­wusst­sein und Tatkraft.

Wird Pit­ta dage­gen zu stark, kön­nen genau die­se Eigen­schaf­ten irgend­wann ins Gegen­teil kip­pen: Aus Ehr­geiz wird Ver­bis­sen­heit, aus Klar­heit über­mä­ßi­ge Kri­tik und aus Durch­set­zungs­ver­mö­gen Ungeduld.

Pitta-Menschen sind häufig mittelgroß und haben einen eher muskulösen oder sportlichen Körperbau.

Der Pitta-Typ – körperliche & psychische Merkmale

Wenn in dei­ner natür­li­chen Grund­kon­sti­tu­ti­on beson­ders viel Pit­ta vor­han­den ist, kön­nen sich bestimm­te kör­per­li­che und psy­chi­sche Merk­ma­le zeigen.

Wich­tig dabei: Kein Mensch besteht aus­schließ­lich aus einem Dosha. Wir tra­gen immer Vata, Pit­ta und Kapha in uns – nur in unter­schied­li­chen Anteilen.

Vie­le Men­schen sind außer­dem Misch­ty­pen wie Pit­ta-Vata oder Pitta-Kapha.

Pit­ta-Men­schen sind häu­fig mit­tel­groß und haben einen eher mus­ku­lö­sen oder sport­li­chen Körperbau.

Sie kön­nen meis­tens rela­tiv leicht Mus­ku­la­tur auf­bau­en und füh­len sich mit regel­mä­ßi­ger Bewe­gung wohl. Gleich­zei­tig soll­ten sie dar­auf ach­ten, beim Sport nicht stän­dig über ihre eige­nen Gren­zen hinauszugehen.

Körperliche Merkmale eines Pitta-Typs

Physische Merkmale eines Pitta-Typs

Vor allem Hit­ze kann für Pit­ta-Men­schen schnell unan­ge­nehm wer­den. Ein hei­ßer Hoch­som­mer­tag in der pral­len Son­ne ist des­halb für vie­le Pit­ta-Typen ziem­lich anstrengend.

Pit­ta-Men­schen sind häu­fig ziel­stre­big, ehr­gei­zig, struk­tu­riert und rede­ge­wandt. Wenn sie sich etwas vor­ge­nom­men haben, set­zen sie es meis­tens auch um.

Sie haben eine schnel­le Auf­fas­sungs­ga­be, kön­nen sehr kon­zen­triert arbei­ten und mögen Her­aus­for­de­run­gen. Des­halb fin­det man Men­schen mit viel Pit­ta-Ener­gie häu­fig in ver­ant­wor­tungs­vol­len Posi­tio­nen oder Berei­chen, in denen Ent­schei­dun­gen getrof­fen wer­den müssen.

Pit­ta-Men­schen lie­ben es häu­fig, Din­ge effi­zi­ent zu erle­di­gen. Ein lan­ges Mee­ting ohne kon­kre­tes Ergeb­nis? Für Pit­ta eher schwie­rig. Wenn Pit­ta erhöht ist, kann die­se Ziel­stre­big­keit aller­dings auch zu Unge­duld, über­mä­ßi­gem Per­fek­tio­nis­mus, Gereizt­heit oder einem sehr kri­ti­schen Blick auf sich selbst und ande­re führen.

Pitta-Typ Checkliste

Erkennst du dich in vie­len die­ser Aus­sa­gen wieder?

Je mehr Punk­te auf dich zutref­fen, des­to mehr Pit­ta kann in dei­ner Kon­sti­tu­ti­on vor­han­den sein.

Ob Pit­ta tat­säch­lich dein domi­nan­tes Dosha ist, fin­dest du am ein­fachs­ten mit einer aus­führ­li­che­ren Kon­sti­tu­ti­ons­be­stim­mung heraus.

Hier kannst du mei­nen kos­ten­lo­sen Dosha-Test machen.

Pitta-Menschen sind häufig zielstrebig, ehrgeizig, strukturiert und redegewandt.

Pitta & Verdauung – warum sie einen guten Hunger haben

Die Ver­dau­ung von Pit­ta-Men­schen ist meis­tens kräf­tig und regel­mä­ßig. Das passt per­fekt zum Ele­ment Feu­er. Im Ayur­ve­da spre­chen wir vom Agni – unse­rem Ver­dau­ungs­feu­er. Bei Pit­ta ist die­ses Ver­dau­ungs­feu­er häu­fig beson­ders ausgeprägt.

Pit­ta-Men­schen haben des­halb oft:

Viel­leicht kennst du es sogar: Du bist eigent­lich gut gelaunt – aber sobald du rich­tig Hun­ger bekommst, sinkt dei­ne Geduld rapi­de. Genau des­halb sind regel­mä­ßi­ge Mahl­zei­ten für Pit­ta beson­ders wichtig.

Pit­ta-Men­schen kön­nen häu­fig grö­ße­re Por­tio­nen gut ver­ar­bei­ten und benö­ti­gen Mahl­zei­ten, die aus­rei­chend Ener­gie lie­fern und wirk­lich sättigen.

Wird das Ver­dau­ungs­feu­er jedoch zu stark, kön­nen sich aus ayur­ve­di­scher Sicht bei­spiels­wei­se ein bren­nen­des Gefühl im Ver­dau­ungs­trakt, sau­res Auf­sto­ßen oder Sod­bren­nen zeigen.

Sehr schar­fe, sau­re, stark erhit­zen­de Spei­sen, viel Kaf­fee oder Alko­hol kön­nen die­se Pit­ta-Eigen­schaf­ten zusätz­lich verstärken.

Mehr dar­über, wie Agni im Ayur­ve­da betrach­tet wird, erfährst du hier:

Agni – das ayur­ve­di­sche Ver­dau­ungs­feu­er stärken

Pitta aus dem Gleichgewicht – typische Anzeichen für ein Pitta-Ungleichgewicht

Auch bei Pit­ta ist es wich­tig, zwi­schen dei­ner Grund­kon­sti­tu­ti­on und dei­nem aktu­el­len Zustand zu unter­schei­den. Du kannst bei­spiels­wei­se von Natur aus ein Vata-Kapha-Typ sein und trotz­dem aktu­ell ein erhöh­tes Pit­ta haben.

Pit­ta wird beson­ders durch Din­ge ver­stärkt, die ähn­li­che Eigen­schaf­ten besit­zen wie Pit­ta selbst: Hit­ze, Schär­fe, Inten­si­tät und ein per­ma­nen­ter Leis­tungs­mo­dus. Ein sehr vol­ler Ter­min­ka­len­der, hoher Leis­tungs­druck, wenig Erho­lung, star­ke Hit­ze oder eine über­wie­gend schar­fe und sau­re Ernäh­rung kön­nen des­halb aus ayur­ve­di­scher Sicht Pit­ta zusätz­lich erhöhen.

Gera­de bei Pit­ta besteht die Kunst des­halb häu­fig dar­in, bewusst auch ein­mal einen Gang zurückzuschalten.

Körperliche Anzeichen können sein:

Mentale Anzeichen können sein:

Besonders gut zu Pitta passen die Geschmacksrichtungen: süß, bitter und zusammenziehend.

Ernährung für den Pitta-Typ – welche Lebensmittel bei der Balance helfen

Im Ayur­ve­da gilt gene­rell das Prin­zip der Gegen­sät­ze. Und auch bei der Ernäh­rung spie­len die Eigen­schaf­ten eine gro­ße Rol­le. Schau­en wir uns wie­der die Eigen­schaf­ten von Pit­ta an. Pit­ta ist vor allem: heiß, scharf, leicht und flüssig.

Zum Aus­gleich set­zen wir des­halb im Ayur­ve­da beson­ders auf mil­de, aus­glei­chen­de und eher küh­len­de Lebens­mit­tel. Wich­tig: Küh­lend bedeu­tet im Ayur­ve­da nicht auto­ma­tisch eiskalt.

Ein Pit­ta-Typ muss also nicht den gan­zen Tag Geträn­ke direkt aus dem Kühl­schrank trin­ken. Viel­mehr geht es um Lebens­mit­tel und Gewür­ze, die nicht zusätz­lich stark erhit­zend wir­ken, son­dern eine küh­len­de Wir­kung haben.

Beson­ders gut zu Pit­ta pas­sen die Geschmacks­rich­tun­gen: süß, bit­ter und zusammenziehend.

Sehr scharf, stark sau­er und sehr sal­zig soll­te dage­gen nicht den über­wie­gen­den Teil der Ernäh­rung ausmachen.

Pitta-Ernährung: Ja oder eher Nein?

Auch hier gilt: Im Ayur­ve­da geht es nicht um star­re Ver­bo­te. Du musst als Pit­ta-Typ nicht kom­plett auf Toma­ten oder dei­nen Lieb­lings­kaf­fee verzichten.

Viel wich­ti­ger ist die Fra­ge: Wie viel davon tut dir gut und wie sieht dei­ne Ernäh­rung ins­ge­samt aus? Ein schar­fes Cur­ry an einem küh­len Win­ter­abend kann sich völ­lig anders aus­wir­ken als jeden Tag Chi­li, Kaf­fee und Toma­ten­sa­lat mit­ten im Hochsommer.

JA – beson­ders pas­send für Pit­taEHER NEIN – bes­ser reduzieren
mil­de, frisch zube­rei­te­te Mahlzeitensehr schar­fe Gerichte
Reis, Din­kel, Hafer & Quinoasehr stark gesal­ze­ne Speisen
grü­nes Gemü­se & Blattgemüseviel Chi­li & schar­fer Pfeffer
Brok­ko­li, Spar­gel & Fenchelgro­ße Men­gen Knoblauch
Gur­ke, Zuc­chi­ni & Selleriesehr sau­re Speisen
Süß­kar­tof­felvie­le ein­ge­leg­te Lebensmittel
süße Äpfel, Bir­nen & Weintraubensehr sau­re Früchte
Melo­ne & Beerenviel Essig
Hül­sen­früch­te wie Mung­boh­nen & Linsensehr schwe­re, stark fet­ti­ge Gerichte
Ghee & mode­ra­te Men­gen mil­der Ölestark erhit­zen­de Fet­te und sehr fet­ti­ges Essen
Kori­an­der, Kar­da­mom, Kreuz­küm­mel & Minzegro­ße Men­gen Chi­li, Cayenne oder schar­fer Senf
stil­les Was­ser & mil­de Kräuterteesviel Kaf­fee
Kokos­was­serAlko­hol
regel­mä­ßi­ge MahlzeitenMahl­zei­ten stän­dig auslassen
süß, bit­ter & zusammenziehendüber­wie­gend sau­er, sal­zig & scharf

Besonders passende Lebensmittel für Pitta

Eini­ge Lebens­mit­tel, die sich gut in eine Pit­ta-aus­glei­chen­de Ernäh­rung inte­grie­ren las­sen, sind:

Getrei­de: Reis, Din­kel, Hafer, Ama­ranth und Quinoa

Hül­sen­früch­te: Mung­boh­nen, Lin­sen und Kichererbsen

Gemü­se: grü­nes Blatt­ge­mü­se, Brok­ko­li, Spar­gel, Fen­chel, Gur­ke, Zuc­chi­ni, Sel­le­rie, Erb­sen und Süßkartoffel

Obst: süße Äpfel, Bir­nen, Wein­trau­ben, Melo­ne, Bee­ren und Kokosnuss

Fet­te: Ghee, Kokos­öl, Oli­ven­öl, Son­nen­blu­men­öl und Leinöl

Nüs­se & Samen: Man­deln, Son­nen­blu­men­ker­ne und Kürbiskerne

Gewür­ze: Kori­an­der, Kar­da­mom, Kreuz­küm­mel, Min­ze, Kur­ku­ma und mil­de Kräuter

Geträn­ke: stil­les Was­ser, Minz­tee, mil­de Kräu­ter­tees und Kokoswasser

Hül­sen­früch­te eig­nen sich für Pit­ta häu­fig gut und las­sen sich bei­spiels­wei­se wun­der­bar mit Reis und Gemü­se zu einer sät­ti­gen­den Mahl­zeit kombinieren.

Sehr sau­re bezie­hungs­wei­se stark fer­men­tier­te Lebens­mit­tel und Milch­pro­duk­te wür­de ich dage­gen nicht täg­lich in gro­ßen Men­gen ein­pla­nen, wenn dein Pit­ta bereits erhöht ist.

Beispiel für einen Pitta-Tag

Früh­stück:
Ein sät­ti­gen­des Por­ridge mit süßen Bee­ren, Kar­da­mom und Man­deln oder herz­haf­te Getrei­de­flo­cken mit mil­dem Gemüse.

Mit­tag­essen:
Das Mit­tag­essen darf die größ­te Mahl­zeit des Tages sein. Zum Bei­spiel ein Mung-Dal mit Reis, Gemü­se und fri­schem Kori­an­der oder ein mil­des Kitchari.

Abend­essen:
Eine näh­ren­de Gemü­se­sup­pe, Gemü­se mit Reis oder ein mild gewürz­tes Dal.

Snacks bei ech­tem Hun­ger:
Süßes Obst, ein­ge­weich­te Man­deln, Frucht­rie­gel oder Nüsse.

Bei Pitta-Stress brauchen wir vor allem: weniger Druck.

Pitta im Alltag ausgleichen – Bewegung, Pausen & Schlaf

Pit­ta-Men­schen kön­nen unglaub­lich viel schaf­fen. Und genau dar­in liegt manch­mal das Problem.

Denn wenn du ger­ne pro­duk­tiv bist, Zie­le erreichst und Din­ge von dei­ner To-do-Lis­te streichst, kann selbst dei­ne Frei­zeit schnell zum nächs­ten Pro­jekt werden.

Work­out abha­ken. Medi­ta­ti­on abha­ken. Meal Prep abha­ken. Zehn Schrit­te wei­ter opti­mie­ren. Für Pit­ta ist des­halb wich­tig, nicht alles in einen Wett­be­werb zu verwandeln.

Hilf­reich kön­nen sein:

Entspannung bei Pitta-Stress – Abkühlung, Atemübungen & bewusste Pausen

Bei Vata-Stress brau­chen wir häu­fig mehr Erdung. Bei Pit­ta-Stress brau­chen wir vor allem: weni­ger Druck.

Pit­ta darf ler­nen, dass nicht alles per­fekt sein muss. Nicht jede Dis­kus­si­on muss gewon­nen wer­den. Nicht jedes Pro­jekt muss heu­te fer­tig wer­den. Und nicht jede freie Stun­de muss pro­duk­tiv genutzt werden.

Wohl­tu­end kön­nen sein:

Auch eine ruhi­ge Atem­übung kann hel­fen, bewusst aus dem Leis­tungs­mo­dus auszusteigen.

Ver­su­che bei­spiels­wei­se für eini­ge Minu­ten ruhig und gleich­mä­ßig zu atmen und die Aus­at­mung ent­spannt flie­ßen zu lassen.

Bei Yoga und Pra­na­ya­ma gilt für Pit­ta gene­rell: weni­ger Leis­tungs­den­ken, mehr Wahrnehmung.

Paratha mit Kürbisfüllung eignet sich besonder für Pitta Typen.

Pitta-Rezepte – Frühstück & Alltagsgerichte

Pit­ta-aus­glei­chen­des Essen muss weder lang­wei­lig noch kom­pli­ziert sein.

Vor allem mil­de, sät­ti­gen­de Gerich­te mit viel Gemü­se, Getrei­de, Hül­sen­früch­ten und pas­sen­den Gewür­zen las­sen sich wun­der­bar in den All­tag integrieren.

Hier fin­dest du eini­ge pas­sen­de Rezepte:

Frühstücks-rezepte Pitta-dosha

Rezepte für Mittag- & Abendessen Pitta-Dosha

🍲 Ayur­ve­di­sche Kür­bis­sup­pe mit roten Linsen

🥕 Ayur­ve­di­scher Gemüseeintopf

🍚 Rote-Bete-Kit­cha­ri

🥬 Kohl­ra­bi mit Mandel-Kurkuma-Sauce

🫓 Para­tha mit Kürbisfüllung

Gera­de im Som­mer lohnt es sich für Pit­ta außer­dem, sehr schar­fe Gewür­ze etwas zu redu­zie­ren und
stär­ker auf mil­de Kräu­ter wie Kori­an­der oder Min­ze zu setzen.

👉 Hier fin­dest du noch mehr Tipps für Ayur­ve­da im Sommer

Vata, Pitta & Kapha im Vergleich

Du bist dir noch nicht sicher, wel­ches Dosha bei dir beson­ders aus­ge­prägt ist?

Die­se Über­sicht zeigt dir die wich­tigs­ten Unterschiede:

VataPit­taKapha
Ele­men­teLuft & ÄtherFeu­er & WasserErde & Wasser
Grund­prin­zip Bewe­gungTrans­for­ma­ti­onSta­bi­li­tät & Struktur
Eigen­schaf­tenleicht, kalt, tro­cken, beweglichwarm, scharf, leicht, öligschwer, kühl, sta­bil, weich
Kör­per­baueher schlank & zierlicheher mit­tel­kräf­tigeher kräf­tig & stabil
Ver­dau­ungwech­sel­hafthäu­fig kräftigeher lang­sam
Typi­sche StärkeKrea­ti­vi­tät & FlexibilitätFokus & ZielstrebigkeitRuhe & Beständigkeit
Bei Ungleich­ge­wichtUnru­he, Tro­cken­heit, unre­gel­mä­ßi­ge VerdauungGereizt­heit, ÜberhitzungTräg­heit, Schwere
Braucht beson­dersWär­me, Ruhe & RegelmäßigkeitKüh­lung & EntspannungBewe­gung & Aktivierung

Natür­lich ist das nur eine ver­ein­fach­te Übersicht.

Gera­de Misch­kon­sti­tu­tio­nen kön­nen Eigen­schaf­ten ver­schie­de­ner Doshas mit­ein­an­der verbinden.

Mehr über die ande­ren bei­den Doshas fin­dest du hier:

👉 Alles über das Kapha-Dosha
👉 Alles über das Vata-Dosha

Wie finde ich meinen Dosha-Typ?

Viel­leicht hast du dich beim Lesen schon an vie­len Stel­len wiedererkannt.

Trotz­dem bedeu­tet bei­spiels­wei­se ein star­ker Appe­tit oder eine ehr­gei­zi­ge Per­sön­lich­keit nicht auto­ma­tisch, dass du ein rei­ner Pit­ta-Typ bist. Im Ayur­ve­da unter­schei­den wir zwi­schen dei­ner Grund­kon­sti­tu­ti­on – Pra­kri­ti – und dei­nem aktu­el­len Zustand bezie­hungs­wei­se einem mög­li­chen Dosha-Ungleich­ge­wicht – Vikriti.

Dei­ne Grund­kon­sti­tu­ti­on beschreibt die indi­vi­du­el­le Ver­tei­lung von Vata, Pit­ta und Kapha, die dich grund­sätz­lich prägt. Dein aktu­el­ler Zustand kann sich dage­gen verändern.

Du kannst also bei­spiels­wei­se eine Vata-Kapha-Kon­sti­tu­ti­on haben und in einer inten­si­ven Lebens­pha­se trotz­dem deut­lich mehr Pit­ta-Eigen­schaf­ten wahrnehmen.

Genau des­halb lohnt es sich, nicht nur ein­zel­ne Merk­ma­le zu betrach­ten, son­dern das Gesamtbild.

Mach hier mei­nen kos­ten­lo­sen Dosha-Test und fin­de her­aus, wel­cher Ayur­ve­da-Typ du bist.

FAQ zum Pitta-Dosha

Wie kann ich Pitta im Alltag ausgleichen? 

Pit­ta wird vor allem durch Ent­span­nung, regel­mä­ßi­ge Pau­sen, mil­de Ernäh­rung und einen bewuss­ten Umgang mit Hit­ze und Leis­tungs­druck aus­ge­gli­chen. Pla­ne nicht jeden Tag kom­plett durch, respek­tie­re dei­ne Gren­zen und schaf­fe dir bewusst Zei­ten, in denen du nichts leis­ten musst. Bewe­gung bei ange­neh­men Tem­pe­ra­tu­ren, Medi­ta­ti­on und Zeit in der Natur kön­nen eben­falls gut in einen Pit­ta-aus­glei­chen­den All­tag passen.

Ein erhöh­tes Pit­ta kann sich aus ayur­ve­di­scher Sicht unter ande­rem durch star­kes Hit­ze­ge­fühl, schnel­les Schwit­zen, emp­find­li­che oder gerö­te­te Haut, Sod­bren­nen sowie men­tal durch Unge­duld, Gereizt­heit, Per­fek­tio­nis­mus und über­mä­ßi­gen Ehr­geiz zei­gen. Sol­che Beschwer­den kön­nen zahl­rei­che Ursa­chen haben und soll­ten bei anhal­ten­den oder star­ken Sym­pto­men medi­zi­nisch abge­klärt werden.

Beson­ders geeig­net sind mil­de und eher küh­len­de Lebens­mit­tel wie Reis, Din­kel, Hafer, grü­nes Gemü­se, Fen­chel, Gur­ke, Zuc­chi­ni, Süß­kar­tof­feln, Mung­boh­nen, Lin­sen, süße Äpfel, Bir­nen und Wein­trau­ben. Gewür­ze und Kräu­ter wie Kori­an­der, Kar­da­mom und Min­ze pas­sen eben­falls gut zu einer Pit­ta-aus­glei­chen­den Ernährung.

Bei Pit­ta-Stress hilft es beson­ders, Druck und Inten­si­tät her­aus­zu­neh­men. Bewuss­te Pau­sen, ruhi­ges Yoga, Medi­ta­ti­on, Spa­zier­gän­ge, Zeit am Was­ser und weni­ger Leis­tungs­den­ken kön­nen einen guten Gegen­pol schaf­fen. Auch ange­neh­me Tem­pe­ra­tu­ren und freie Zei­ten ohne kon­kre­tes Ziel sind für Pit­ta wertvoll.

Im Ayur­ve­da gibt es auch für Pit­ta kei­ne all­ge­mei­ne Ver­bots­lis­te. Sehr schar­fe, sau­re, stark gesal­ze­ne und erhit­zen­de Lebens­mit­tel soll­ten bei erhöh­tem Pit­ta jedoch eher redu­ziert wer­den. Dazu kön­nen bei­spiels­wei­se sehr schar­fe Chi­li-Gerich­te, grö­ße­re Men­gen Kaf­fee, Alko­hol, stark sau­re Spei­sen oder vie­le fer­men­tier­te Lebens­mit­tel gehö­ren. Ent­schei­dend sind immer die Men­ge, die Jah­res­zeit und dei­ne indi­vi­du­el­le Verträglichkeit.

Pitta verstehen und zurück in deine Balance finden

Pit­ta bringt unglaub­lich wert­vol­le Qua­li­tä­ten mit sich: Klar­heit, Mut, Fokus, Ziel­stre­big­keit, Selbst­be­wusst­sein und die Fähig­keit, Din­ge wirk­lich umzusetzen.

Es geht des­halb nicht dar­um, Pit­ta „weg­zu­be­kom­men“. Viel­mehr darfst du ler­nen zu erken­nen, wann aus gesun­dem Ehr­geiz zu viel Druck wird und dein Kör­per und dein Geist mehr Ent­span­nung, Mil­de und Abküh­lung brauchen.

Gera­de als Pit­ta-Typ darfst du dir immer wie­der bewusst machen: Du musst nicht jeden Tag 120 Pro­zent geben. Und genau dabei kann Ayur­ve­da dich unterstützen.

Wenn du jetzt noch genau­er ver­ste­hen möch­test, wel­che Doshas dich prä­gen und was du ganz kon­kret in dei­nem All­tag ver­än­dern kannst, kannst du dir hier mei­nen Dosha Gui­de für 0 € herunterladen.

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