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Leben im Einklang mit den Tageszeiten Teil 1

Leben im Einklang mit den Tageszeiten

Leben im Einklang mit den Tageszeiten Teil 1

24 Oktober 2018

yogiveda

Ein Leben im Ein­klang mit den natür­li­chen Rhyth­men ist laut Ayur­ve­da Vor­aus­set­zung für ein gesun­des Leben. Denn alle natür­li­chen Pro­zes­se unter­lie­gen einem regel­mä­ßi­gen Rhyth­mus. Oft neh­men wir den natür­li­chen Rhyth­mus jedoch nicht mehr wahr, da uns per­ma­nent alles zur Ver­fü­gung steht.


Im Som­mer sit­zen wir in run­ter­ge­kühl­ten Räu­men, sodass man manch­mal sogar ver­ges­sen kann, dass drau­ßen Som­mer ist. Durch elek­tri­sches Licht sind wir nicht mehr vom Son­nen­licht abhän­gig und kön­nen qua­si zu jeder Tages- und Nacht­zeit arbei­ten und sind somit auch per­ma­nent erreich­bar. Durch den tech­ni­schen Fort­schritt ist fast alles mög­lich gewor­den. Die ayur­ve­di­sche Tages­rou­ti­ne hilft uns, wie­der mehr in Ein­klang mit uns und unse­rer Umwelt zu kom­men. Sie sorgt für Struk­tur- und Sta­bi­li­tät im All­tag und hilft uns dabei, unse­ren Kör­per bes­ser zu ver­ste­hen.


Die ayurvedische Tagesroutine

Die Tages­zei­ten wer­den durch den Son­nen­auf­gang und -unter­gang bestimmt. Auch die Doshas sind zu ver­schie­de­nen Zei­ten unter­schied­lich aktiv und haben somit auch eine bestimm­te Aus­wir­kung auf unse­ren Kör­per & Geist.

Die Vata – Zeit

Vata herrscht von 02.00 Uhr – 06.00 Uhr vor. In die­ser Zeit fin­den die Rei­ni­gungs­pro­zes­se in unse­rem Kör­per statt. Über die ver­schie­de­nen Orga­ne wer­den die Abfall­stof­fe ent­sorgt. Da Vata sehr aktiv ist, kommt es in die­ser Zeit oft zu Schlaf­stö­run­gen und einem sehr unru­hi­gen Schlaf. Oft träu­men wir in die­ser Zeit sehr inten­siv.

Die Kapha-Zeit

Kapha herrscht von 06.00 Uhr – 10.00 Uhr vor. Die bes­te Zeit zum Auf­ste­hen ist zwi­schen 06.00 Uhr – 07.00 Uhr, da unser Geist in die­ser Zeit klar und wach ist. Ein spä­te­res Auf­ste­hen führt oft dazu, dass wir uns beson­ders mor­gens sehr trä­ge füh­len und nicht so rich­tig in die Gän­ge kom­men. Das liegt dar­an, dass Kapha mit sei­nen Eigen­schaf­ten schwer und lang­sam vor­herrscht. Ein zu lan­ges Schla­fen stei­gert unser Kapha und kann zu Kapha-Stö­run­gen füh­ren. Ein wich­ti­ger Bestand­teil der Mor­gen­rou­ti­ne ist die Mund­hy­gie­ne und das Ölzie­hen. Mit einem Zun­gen­scha­ber kannst du dei­nen Zun­gen­be­lag vor­sich­tig ent­fer­nen. Das ver­bes­sert die Geschmacks­wahr­neh­mun­gen und schützt vor Hals- Mund- und Zahnerkran­kun­gen. Das Ölzie­hen stärkt und säu­bert die Zäh­ne und das Zahn­fleisch. Zum Ölzie­hen kannst du Sesam­öl, Man­del­öl oder Kokos­öl ver­wen­den. Das Öl bewegst du im Mund für ca. 5 – 10 Minu­ten hin- und her. Nach der Mund­pfle­ge ist es wich­tig, die Aus­schei­dungs­pro­zes­se mit einem war­men Glas Was­ser zu unter­stüt­zen.


Der Mor­gen eig­net sich opti­mal für ein biss­chen Bewe­gung um den Kreis­lauf in Schwung zu brin­gen und den Kapha Eigen­schaf­ten ent­ge­gen­zu­wir­ken. Gera­de für Kapha-Men­schen ist Bewe­gung am Mor­gen sehr wohl­tu­end.


Da das Ver­dau­ungs­feu­er zur Kapha-Zeit schwach ist, eig­net sich mor­gens am bes­ten ein war­mer Getrei­de­brei mit gedüns­te­tem Obst.

Pitta-Zeit

Die Mit­tags­zeit ist Pit­ta-Zeit. Pit­ta domi­niert von 10.00 bis 14.00 Uhr. Die opti­ma­le Zeit für ein Mit­tag­essen ist 12.00 – 13.00 Uhr, da zu die­ser Zeit das Ver­dau­ungs­feu­er am stärks­ten ist. Daher soll­te das Mit­tag­essen nach Mög­lich­keit auch die Haupt­mahl­zeit sein.


  • Pit­ta-Men­schen sind oft sehr reiz­bar, wenn sie hung­rig sind. Daher soll­ten sie dar­auf ach­ten, dass sie Mit­tags immer eine ordent­li­che Mahl­zeit essen.
  • Vata Men­schen haben oft weni­ger Appe­tit. Um den Appe­tit zu stei­gern, kön­nen sie eine Ing­werschei­be mit einer Pri­se Salz und einem Sprit­zer Zitro­ne vor dem Essen zu sich neh­men.
  • Für Kapha-Men­schen mit lang­sa­mer Ver­dau­ung eig­net sich ein Ing­wer­was­ser oder ein Agni­t­runk, um das Ver­dau­ungs­feu­er anzu­re­gen.

Zwi­schen dem Mit­tag­essen und der nächs­ten Mahl­zeit soll­te genü­gend Zeit ver­ge­hen, damit die Mahl­zeit ver­daut wer­den kann. Um die Ver­dau­ung zu unter­stüt­zen, kannst du nach dem Mit­tag­essen einen Ver­dau­ungs­spa­zier­gang machen.


Nächs­te Woche erfährst du in Teil 2  “Ein Leben im Ein­klang mit den Tages­zei­ten” mehr über die ayur­ve­di­sche Tages­rou­ti­ne am Nach­mit­tag & Abend.


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