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Ayurveda-Blog
Mittagessen

Warum Ayurveda?

Warum Ayurveda?

16 Juni 2018

yogiveda

Individuell und ganzheitlich

Im  Ayur­ve­da wird jeder Mensch indi­vi­du­ell und ganz­heit­lich betrach­tet. Gera­de die­se Beson­der­heit unter­schei­det Ayur­ve­da von ande­ren Gesund­heits­leh­ren. Jeder Men­schen hat laut Ayur­ve­da von Geburt an eine bestimm­te Gewich­tung der drei Doshas (Vata, Pit­ta und Kapha), die dei­ne kör­per­li­che, see­li­sche und geis­ti­ge Ver­fas­sung bestimmt. Dem­entspre­chend ist jeder Mensch anders und hat auch unter­schied­li­che Bedürf­nis­se bezüg­lich sei­ner Ernäh­rung und sei­ner Lebens­wei­se. Du bist gesund, glück­lich und zufrie­den, wenn sich dei­ne Doshas im Gleich­ge­wicht befin­den und du ent­spre­chend dei­ner Natur lebst. Doch das Gleich­ge­wicht kann durch ver­schie­de­ne Fak­to­ren wie zum Bei­spiel Stress, unge­sun­de Ernäh­rung, Schlaf- und Bewe­gungs­man­gel gestört wer­den. Dann kann es zu unter­schied­li­chen Beschwer­den kom­men. Wenn du lang­fris­tig dei­ne Bedürf­nis­se igno­rierst und ent­ge­gen dei­ner Kon­sti­tu­ti­on lebst, kann dies irgend­wann zu Krank­hei­ten führen.


Das Verdauungsfeuer

Agni, das Ver­dau­ungs­feu­er ist lebens­wich­tig. Es ist an allen ent­schei­den­den Vor­gän­gen im Kör­per wie Nah­rungs­auf­nah­me und ‑ver­ar­bei­tung, Ener­gie­ge­win­nung, Gewe­be­auf­bau, Immun- und Kör­per­kraft betei­ligt. Ein inne­res Ungleich­ge­wicht der drei Doshas führt meis­tens zu einem geschwäch­ten Ver­dau­ungs­feu­er und zur Bil­dung von Gift­stof­fen. Laut Ayur­ve­da ist der Ursprung fast jeder Erkran­kung ein gestör­tes Verdauungsfeuer.


Du bist nicht was du isst, sondern du bist was dein Körper verdauen kann

Wenn dei­ne Ver­dau­ung gestört ist, kannst du dich manch­mal noch so gesund ernäh­ren, dein Kör­per ist aber gar nicht mehr in der Lage die Nähr­stof­fe auf­zu­neh­men und zu ver­ar­bei­ten. Daher ist im Ayur­ve­da bei allen Beschwer­den und Krank­hei­ten die Stär­kung des Ver­dau­ungs­feu­ers (Agni) und die Besei­ti­gung von Gift­stof­fen (Ama) im Kör­per obers­te Prio­ri­tät. Hin­wei­se auf ein gestör­tes Ver­dau­ungs­feu­er sind zum Beispiel:


  • Dein Hun­ger­ge­fühl tritt trotz aus­rei­chen­der Mahl­zeit nach kur­zer Zeit wie­der auf
  • Du fühlst dich müde und trä­ge nach der Mahl­zeit und lei­dest ggfs. unter Sod­bren­nen, Blä­hun­gen, Druck- und Völlegefühl
  • Du hast regel­mä­ßig Heiß­hun­ger auf sehr süße oder sehr sal­zi­ge Nahrungsmittel

    Die Verdauung und die Doshas

  • Wenn bei dir Vata vor­herrscht und du viel Roh­kost und kaum war­me Mahl­zei­ten zu dir nimmst, ist es wahr­schein­lich, dass du oft unter Blä­hun­gen und Ver­stop­fun­gen lei­dest und schnell frierst. Gera­de wäh­rend der kal­ten Jah­res­zei­ten soll­test du dar­auf ach­ten, dass du war­me Mahl­zei­ten bevor­zugst, da die­se leich­ter ver­daut wer­den kön­nen, dem Kör­per Wär­me spen­den und bekömm­li­cher sind. Vata-Men­schen haben meist eine sehr unre­gel­mä­ßi­ge Ver­dau­ung, da sie oft lan­ge Zeit das Essen ein­fach ver­ges­sen und ihr Kör­per daher nie so rich­tig weiß, wann er arbei­ten muss. Daher ist eine regel­mä­ßi­ge Nah­rungs­auf­nah­me sehr wichtig.
  • Wenn bei dir Pit­ta vor­herrscht, hast du eine star­ke und schnel­le Ver­dau­ung und kannst auch schwer­ver­dau­li­che Spei­sen gut ver­tra­gen und ver­dau­en. Pit­ta-Men­schen haben einen star­ken und regel­mä­ßi­gen Appe­tit und nei­gen zu Reiz­bar­keit und Unge­duld, wenn sie hung­rig sind. Wenn es dir auch so geht, soll­test du dar­auf ach­ten regel­mä­ßig zu essen und dei­ne Mahl­zei­ten lang­sam und in Ruhe ein­zu­neh­men. Häu­fig nei­gen Pit­ta-Men­schen zu Über­säue­rung und Sod­bren­nen, wenn sie zu vie­le säu­re­hal­ti­ge Nah­rungs­mit­tel zu sich neh­men. Daher soll­test du dar­auf ach­ten nicht zu viel Kaf­fee, Alko­hol, sau­re und schar­fe Lebens­mit­tel zu dir zu nehmen .
  • Wenn bei dir Kapha vor­herrscht, kannst du süße und schwe­re Spei­sen nicht gut ver­dau­en. Kapha-Men­schen haben eine sehr lang­sa­me Ver­dau­ung und benö­ti­gen oft min­des­tens 4 — 6 Stun­den bis die vor­he­ri­ge Mahl­zeit voll­stän­dig ver­daut ist. Daher soll­test du dar­auf ach­ten, dass du zwi­schen den Mahl­zei­ten aus­rei­chend Zeit lässt und am bes­ten auf Zwi­schen­mahl­zei­ten ver­zich­test. Nach der Mahl­zeit wirkt auch Bewe­gung unter­stüt­zend auf den Ver­dau­ungs­pro­zess. Am bes­ten isst du haupt­säch­lich war­me, leich­te und gut gewürz­te Spei­sen, da die­se für Kapha-Men­schen bekömm­li­cher sind.

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