Verdauungsprobleme

Eine gut funk­tio­nie­ren­de Ver­dau­ung ist der Schlüs­sel zu einem gesun­den Leben


Lei­dest du häu­fig unter Ver­dau­ungs­pro­ble­men wie zum Bei­spiel Blä­hun­gen und Ver­stop­fun­gen nach dem Essen? Das Yogi­ve­da-Tage­buch soll dich dabei unter­stüt­zen, her­aus­zu­fin­den wel­che Lebens­mit­tel dir gut tun und wel­che nicht. Eigent­lich weiß dein Kör­per genau was ihm gut tut und was nicht. Durch eine unge­sun­de und unacht­sa­me Lebens­wei­se haben wir jedoch oft ver­lernt auf unse­ren Kör­per zu hören und die Signa­le für Hun­ger und Sät­ti­gung wahrzunehmen.


Ursachen für Verdauungsprobleme

Die häu­figs­ten Ursa­chen für Stö­run­gen des Ver­dau­ungs­feu­ers lie­gen meis­tens in den Ernährungsgewohnheiten:


  • zu gro­ße Mengen
  • essen zur ungüns­ti­gen Zeit
  • ungüns­ti­ge Nahrungsmittelkombinationen
  • zu viel trin­ken wäh­rend des Essens
  • unacht­sa­mes Essen

Je nach­dem wie gut und schnell dei­ne Ver­dau­ung arbei­tet, wir­ken sich die­se Punk­te unter­schied­lich gra­vie­rend aus.


Zu große Mengen

Häu­fig ist die Men­ge der Nah­rung aus­schlag­ge­bend für Ver­dau­ungs­pro­ble­me. Anzei­chen dafür kön­nen zum Bei­spiel Müdig­keit, Träg­heit Völ­le­ge­fühl oder ein unan­ge­neh­mer Druck auf dem Brust­korb sein, der sich nach dem Essen ein­stellt. Eine der wich­tigs­ten Regeln ist daher erst zu essen, wenn die vor­he­ri­ge Mahl­zeit voll­stän­dig ver­daut ist und dein Hun­ger­ge­fühl wie­der einsetzt.


Essen zu ungünstigen Zeiten

Gera­de Abends und Nachts soll­test du dar­auf ach­ten etwas leich­tes und gut bekömm­li­ches zu essen, um Ver­dau­ungs­pro­ble­me zu ver­mei­den. Tags­über ist der Kör­per in Bewe­gung und kann auch gro­ße Nah­rungs­men­gen leich­ter ver­dau­en. Abends und nachts ist der Kör­per auf Rege­ne­ra­ti­on und Ver­ar­bei­tung der gewon­ne­nen Stof­fe ein­ge­stellt und nicht auf die Ver­dau­ung. Gera­de bei einem nächt­li­chen Essen wer­den die­se Vor­gän­ge durch­ein­an­der gebracht und es kön­nen Gift­stof­fe im Kör­per ent­ste­hen, weil die Nah­rung nicht rich­tig ver­ar­bei­tet wer­den kann.


Ungünstige Nahrungsmittelkombinationen, die Verdauungsprobleme fördern

  • Rohes Obst soll­test du immer als sepa­ra­te Mahl­zeit essen und nicht mit ande­ren Lebens­mit­teln kom­bi­nie­ren. Am bes­ten eig­net sich fri­sches Obst als Zwi­schen­mahl­zeit (1,5 Stun­den nach oder vor der letz­ten bzw. nächs­ten Mahlzeit)
  • Milch soll­test du am bes­ten nur sepa­rat und warm trinken
  • Hei­ße und kal­te Spei­sen in Kom­bi­na­ti­on soll­test du ver­mei­den (zum Bei­spiel hei­ßes Obst mit Eis)
  • Ver­mei­de die Kom­bi­na­ti­on aus Getrei­de mit Joghurt oder Quark
  • Koh­len­hy­dra­te und Eiweiß­pro­duk­te soll­test du nicht in gro­ßen Men­gen zusam­men essen. Zum Bei­spiel Käse mit Brot oder Kartoffeln
  • Eis­ge­kühl­te Geträn­ke soll­test du eben­falls mei­den, da sie das Ver­dau­ungs­feu­er löschen

Im Ayur­ve­da wer­den fri­sche und war­me Spei­sen bevor­zugt, die die Lebens­en­er­gie und das Ver­dau­ungs­feu­er stär­ken. Oft tre­ten Fol­gen ungüns­ti­ger Nah­rungs­mit­tel­kom­bi­na­tio­nen erst spä­ter auf.


Zu viel trinken während des Essens

Geträn­ke wäh­rend der Mahl­zeit schwä­chen das Ver­dau­ungs­feu­er. Daher ist es sinn­voll wäh­rend des Essens höchs­tens ein Glas war­mes Was­ser oder Tee zu trin­ken. Unmit­tel­bar vor und nach der Mahl­zeit soll­test du nach Mög­lich­keit auch auf Geträn­ke ver­zich­ten, um das Ver­dau­ungs­feu­er nicht zu schwächen.


Unachtsames Essen

Jede Mahl­zeit soll­te nach Mög­lich­keit in Ruhe und acht­sam ein­ge­nom­men wer­den. So ist es dir auch mög­lich die Signa­le dei­nes Kör­pers wahr­zu­neh­men und zu spü­ren wann dein Sät­ti­gungs­ge­fühl ein­setzt. Unacht­sa­mes Essen führt oft zu Ver­dau­ungs­pro­ble­men. Gera­de, wenn das Essen nur schnell “rein­ge­scho­ben” wird, füh­len wir uns häu­fig unzu­frie­den nach dem Essen und der Kör­per kann die Nah­rung nicht rich­tig verdauen.


Ernährungsempfehlungen für die Doshas

Emp­feh­lun­gen für Vata

  • regel­mä­ßi­ge Mahlzeiten
  • Mahl­zeit in ruhi­ger Atmo­sphä­re einnehmen
  • kei­ne gro­ßen Men­gen wäh­rend einer Mahlzeit
  • war­me Spei­sen und Geträn­ke bevorzugen
  • tro­cke­ne und sehr schar­fe Spei­sen meiden

Emp­feh­lun­gen für Pitta

  • drei regel­mä­ßi­ge Mahlzeiten
  • küh­len­de Spei­sen bevorzugen
  • sau­re und sehr schar­fe Nah­rungs­mit­tel meiden

Emp­feh­lun­gen für Kapha

  • nächs­te Mahl­zeit immer erst ein­neh­men, wenn das Hun­ger­ge­fühl einsetzt
  • Zwi­schen­mahl­zei­ten meiden
  • leich­te, war­me und tro­cke­ne Nah­rungs­mit­tel bevorzugen